.Smoke Or Fire "This Sinking Ship" (Fat Wreck / VÖ: 19. Februar 2007)


Stil:
Punkrock
Format: CD

Das Jahr 2007 hat gerade erst begonnen und von Fat Wreck kommt ein Longplayer nach dem Anderen in die gute Ozelotstube geflattert. Dieses Mal handelt es sich um die neue Platte von Smoke Or Fire.
1998 waren die 4 Gründungsmitglieder noch am College und tauften die Band erstmal auf den schönen Namen Jericho. Nach dem College hatten die 4 Punks dann keine Lust mehr auf Boston und zogen nach Richmond, Virginia, um dort richtig in die Musikszene einzutauchen. 2005 waren die ersten großen Konzerte gespielt und der Ruhm war gewachsen, so dass der Debut Longplayer „Above The City“ bereits auf Fat Wreck erschien. Dieser Schritt zur eigenen Plattenfirma sollte sich bald bezahlt machen, denn schon waren die Jungs als Support für Against Me! bei der Fat Tour 2005 durch sämtliche 50 Bundesstaaten eingeplant und spielten diese Tapfer bis zum Ende. Wer sich derart oft auf die Bühne stellt trifft unweigerlich auf die Großen der Szene und es folgten Touren mit The Lawrence Arms, Me First and the Gimmes Gimmes, Avail und Anti-Flag. Nach dem ganzen Touren wurde sich wieder ins Studio gesetzt und, man glaubt es kaum, es ist endlich der neue Longplayer "This Sinking Ship" entstanden.

Zur CD selbst: 12 Tracks bietet die Platte, wobei es auf den ersten Eindruck an punkiger Härte fehlt. Smoke Or Fire haben sich in die Pop-Punk-Richtung orientiert, was sich vor allem an Schlagzeug und Gesang festmachen lässt. Klingt schon alles gut, das Tempo ist gemäßigt, die Melodien sind bei "Little Bohemia" oder "Shine" schön ausgefeilt mit sehr guter Harmonie zwischen Gesang und Gitarre. Dies ist allerdings nicht immer der Fall, da der Gesang ab einer gewissen Tonhöhe deutlich an Charakter verliert ("What Seperates Us All"). "Breadwinner" hingegen glänzt durch das Bassintro, wobei die einsetzende Gitarre nicht die musikalische Vielfalt, sondern eher die Lust auf besinnungsloses Anrämpeln vor der Bühne verstärkt! Man merkt, dass die Band schon lange zusammen spielt und diese Erfahrung ermöglicht einen entsprechend abgerundeten Sound. Das allgemein gedrosselte Tempo ist immer noch ziemlich flott und wenn die Band den, wie ich finde, sehr langweiligen zweistimmigen Gesang einfach weglassen würde um ihn durch die teils schön aggressive Stimme des Frontmanns zu ersetzen könnte die ganze Platte noch mal ne ganze Ecke mehr abgehn.

Anspieltipps:
06. "Little Bohemia"
08. "Shine"
10. "Life Imitating Art"
(Gesamtspielzeit: 12 Tracks, 33:59 Minuten)

Fazit: Manche Songs sind gut hörbar, dank aggessiver Stimme und ordentlichem Tempo, den anderen, ruhigeren Songs fehlt aber manchmal das gewisse etwas. Ein solides, streckenweise gutes Album, das es jedoch schwer haben wird aus der Masse der derzeitigen Veröffentlichungen heraus zu stechen. (Dr.Öge)