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Stil: Punkrock
Format: CD
Das Jahr 2007 hat gerade erst begonnen und von Fat Wreck kommt ein Longplayer
nach dem Anderen in die gute Ozelotstube geflattert. Dieses Mal handelt
es sich um die neue Platte von Smoke Or Fire.
1998 waren die 4 Gründungsmitglieder noch am College und tauften
die Band erstmal auf den schönen Namen Jericho.
Nach dem College hatten die 4 Punks dann keine Lust mehr auf Boston und
zogen nach Richmond, Virginia, um dort richtig in die Musikszene einzutauchen.
2005 waren die ersten großen Konzerte gespielt und der Ruhm war
gewachsen, so dass der Debut Longplayer „Above The City“
bereits auf Fat Wreck erschien. Dieser Schritt zur eigenen Plattenfirma
sollte sich bald bezahlt machen, denn schon waren die Jungs als Support
für Against Me! bei der Fat Tour 2005
durch sämtliche 50 Bundesstaaten eingeplant und spielten diese Tapfer
bis zum Ende. Wer sich derart oft auf die Bühne stellt trifft unweigerlich
auf die Großen der Szene und es folgten Touren mit The
Lawrence Arms, Me First and the Gimmes Gimmes,
Avail und Anti-Flag.
Nach dem ganzen Touren wurde sich wieder ins Studio gesetzt und, man glaubt
es kaum, es ist endlich der neue Longplayer "This Sinking Ship"
entstanden.
Zur CD selbst: 12 Tracks bietet die Platte, wobei es
auf den ersten Eindruck an punkiger Härte fehlt. Smoke Or Fire haben
sich in die Pop-Punk-Richtung orientiert, was sich vor allem an Schlagzeug
und Gesang festmachen lässt. Klingt schon alles gut, das Tempo ist
gemäßigt, die Melodien sind bei "Little Bohemia"
oder "Shine" schön ausgefeilt mit sehr guter Harmonie zwischen
Gesang und Gitarre. Dies ist allerdings nicht immer der Fall, da der Gesang
ab einer gewissen Tonhöhe deutlich an Charakter verliert ("What
Seperates Us All"). "Breadwinner" hingegen glänzt
durch das Bassintro, wobei die einsetzende Gitarre nicht die musikalische
Vielfalt, sondern eher die Lust auf besinnungsloses Anrämpeln vor
der Bühne verstärkt! Man merkt, dass die Band schon lange zusammen
spielt und diese Erfahrung ermöglicht einen entsprechend abgerundeten
Sound. Das allgemein gedrosselte Tempo ist immer noch ziemlich flott und
wenn die Band den, wie ich finde, sehr langweiligen zweistimmigen Gesang
einfach weglassen würde um ihn durch die teils schön aggressive
Stimme des Frontmanns zu ersetzen könnte die ganze Platte noch mal
ne ganze Ecke mehr abgehn.
Anspieltipps:
06. "Little Bohemia"
08. "Shine"
10. "Life Imitating Art"
(Gesamtspielzeit: 12 Tracks, 33:59 Minuten)
Fazit: Manche Songs
sind gut hörbar, dank aggessiver Stimme und ordentlichem Tempo, den
anderen, ruhigeren Songs fehlt aber manchmal das gewisse etwas. Ein solides,
streckenweise gutes Album, das es jedoch schwer haben wird aus der Masse
der derzeitigen Veröffentlichungen heraus zu stechen. (Dr.Öge)

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