.Strike Anywhere "Dead FM" (Fat Wreck / VÖ: 04. September 2006)

Stil: Punkrock
Format: CD

Fat Wreck Chords ist seit Jahren ein Garant für soliden und bodenständigen Punkrock. Die noch recht übersichtliche Familie dieses Labels hat jetzt Nachwuchs in Form von Strike Anywhere bekommen. Die sind kein unbeschriebenes Blatt mehr und veröffentlichen mit „Dead FM“ bereits ihren dritten Longplayer. Wie Kenner sich bereits denken können, kann bei dieser Vereinigung nicht viel schief gehen.

Zur CD selbst: Ohne große Umschweife: Das Album ist absolut Punkrock. Es fetzt von der ersten bis zur letzten Sekunde, prangert am laufenden Band Missstände an und wird wohl niemanden enttäuschen, der auch andere CDs von Fat Wreck Chords in seinem Regal stehen hat. Die Gesänge verleiten in jedem einzelnen Lied zum Mitgröhlen. Dabei passt die Stimme von Sänger Thomas Barnett zum Rest der Band wie Arsch auf Eimer. Man hört einfach, dass die fünf Jungs Spaß daran haben diese Musik zu machen und das sie hinter dem stehen, was sie da singen. In keinem Moment lassen sie Zweifel daran aufkommen, dass sie dies mit Überzeugung tun. Trotzdem: Man vermisst die Abwechslung auf „Dead FM“. Jedes Lied klingt dem vorangegangenen ziemlich ähnlich und schon nach einer halben Stunde ist alles vorbei. Das ist nicht schlimm - Punkrock war schon immer kurz und schnell - ist aber in Anbetracht der Tatsache, dass seit „Exit English“, dem zweiten Album, drei Jahre vergangen sind, ein wenig schade. Nichtsdestotrotz überzeugt das Komplettwerk und macht Lust, sich auf einem Live-Konzert dieser Band die Seele aus dem Leib zu schreien. Um es mit einer Zeile des Albums zu sagen: „If we don’t do it – Who fucking will?“

Anspieltipps:
04. "Instinct"
05. "The Promise"
07. "Two Thousand Voices"
13. "House Arrest"
(Gesamtspielzeit: 14 Songs, ca. 31 Minuten)

Fazit: Laut, schnell, direkt. Punkrock eben. Gut so. (Eddie)