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Über zehn Jahre ist es her,
als die beiden Briten James Taylor und David Brun Brown
unter dem Künstlernamen Swayzak gemeinsam anfingen Musik zu machen.
Mittlerweile haben sich die beiden weltweit als Minimal Tech House-Spezialisten
einen Namen gemacht. Nach ihrem letzten Album "Loops
from the Bergerie", dass mit starken Synthie-Pop Anleihen
überraschte, melden sich die beiden nun mit einem Doppelalbum zurück.
"Route de la Slack" gleicht
einer Art Bilanz ihrer bisherigen Arbeiten und bringt neben einer Vielzahl
von Remixen auch bisher unveröffentlichte Raritäten ans Tageslicht
oder besser gesagt zu Ohren.
Auf der ersten CD kommt man in den Hörgenuss der besten Remixe
der beiden, die ebenso so verschieden und unterschiedlich sind, wie ihre
eigentlichen Macher. So findet man neben Artists wie Quark, Slam,
George Sarah, oder Mighty Math auch die Lady der Spoken
Words Ursula Rucker oder Wahl Chilene Senor Coconut
wieder. Besonders schön ausgewählt haben die beiden Engländer
den Opener "Acoustiques Paralleles" von Quark, der
mit sanftem französischem Gesang sehr chillig daher kommt. Danach
geht es aber auch gleich etwas elektronicher zur Sache: der im Original
von Ursula Rucker stammende Song "Tic Toc" wird nach
feinster Swayzak-Manier neu interpretiert und ist kaum wiederzuerkennen.
"Human" von Slam ist ebenso minimalitisch gehalten,
wie der darauf folgende "Smoke On The Water" von Senor
Coconut. Eigentlich entsprechen alle Songs der ersten CD diesem Kriterium.
Naja ok, "Devil Of Rotations" der im Original ebenfalls von
Swayzak vs. Therom stammt, wird mit Rasselgeräuschen und kleinen
melodischen Einspielungen etwas aufgelockert. Einzig der Opener "Acoustiques
Paralleles" von Quark, "Changes" von Tahiti
80" und "Random Access Memory" von Bergheim 34
kommen mit französischen Vocals und etwas Abwechslung im Beatgerüst
ganz anhörbar daher.
Die zweite CD "Rarities"
nimmt uns mit auf eine musikalische Reise, die ganz weit back to the beginning
führt. Jeder der sich schon etwas länger mit Swayzak beschäftigt,
weiß, dass die beiden Tech House-Spezialisten schon die verschiedensten
Wege eingeschlagem haben: es ging vom Laptop weg zum analogem Tonstudio
wieder zurück zum Laptop. Oder so ähnlich..., auf jeden Fall
war ihr Sound schon immer sehr elektronisch und stark minimalistich geprägt.
Wie auch immer, "Rarities" versorgt alle Swayzak-Fans mit zehn
bisher unveröffentlichen Songs des englischen Duos. Den Anfang von
CD II macht der langsame, mit Ambient-Anleihen versehene Song "Ease
My Mind" (1999). Der darauffolgende Song "Slave To
The Hard Drive" (2002) wird dann schon wesentlich mehr von House
geprägt. Die nachfolgenden Songs "Lokal" (1998), "If
I Didn't Care" (1996), Grace's State" (2000),
"Wave Mail" (2002), "Mike Up Your Mind"
(2005) und "Blufarm" (1998) stammen zwar aus den unterschiedlichsten
Jahren, halten das Houselevel aber alle gelichermaßen hoch.
"Saints" (1996) und "I Love Lassie"
(1994) stammen beide aus der Mitte der neunziger Jahre und kommen im Vergleich
zum Rest eher experimentell daher.
Auch wenn ihr Sound vor Minimalimus nur so strotzt, eins muss man James
Taylor und David Brun Brown einfach lassen: sie haben ein
gutes Händchen dafür, den passenden Opener für ihre CDs
auszuwählen.
Anspieltipps:
CD I
01. Quark - "Acoustiques Paralleles"
05. Swayzak vs. Therom - "Devil Of Rotations"
07. Tahiti 80 - "Changes"
08. Bergheim 34 - "Random Access Memory"
(Gesamtspielzeit: 10 Tracks, ca. 67 Minuten)
CD II
01. Swayzak - "Ease My Mind"
(Gesamtspielzeit: 10 Tracks, ca. 69 Minuten)
Fazit: Für wahre Swayzak-Fans
und Freunde minimalistischer Elektro-Musik. (nac)
Für Fans von: Miss Kittin, Alter
Ego, Timo Maas, Ricardo Villalobos
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