.thievery corporation "the cosmic game" (sony / vö: 21.februar 2005)

 
wer gerne triphop-lastige, gute sounds hört, kommt an rob garza und eric hilton aka thievery corporation nicht vorbei und die meisten von euch kennen diese zwei-mann-combo aus washington DC sicherlich schon lange.

nach drei studioalben ("songs from the thievery hi-fi", "the mirror conspiracy" und "richest man in babylon") und etlichen compilations ("dj kicks", "the outernational sound", "babylon rewound", "songs from the verve hi-fi", ...) ist mit "the cosmic game" der mittlerweile vierte longplayer der thievery corporation erhältlich.
der name ist selbstverständlich programm, soll heißen, daß sphärische klänge und kosmische sounds sich durchs komplette album ziehen. auch ihre vorliebe für orientalische und indische sounds haben garza und hilton nicht verloren, was vor allem bei den songs "doors of perception" und "wires and watchtowers" hörbar wird.

von den massen an gästen sind vor allem perry farrel von jane's addiction ("revolution solution"), david byrne seines zeichens ex talking heads frontmann ("the heart's a lonely hunter") und gunjan ("warning shots" & "doors of perception") zu nennen, die allesamt perfekt in ihre rollen passen!

zur CD selbst:
wieder ist es der thievery corporation gelungen aus etlichen loops und samples und einer vielzahl an interessanten gastmusikern ein mosaik zu zaubern, das tatsächlich ein geniales ganzes ergibt. vielfältig wie nie spielen hilton und garza mit dub & downbeats, chillout, lounge, psychedelic sowie orietalischen und indischen tunes.
der zweite track "warning shots" ist bereits als single ausgekoppelt und der absolute kracher und gleichzeitig beste song des album namens "revolution solution" wird demnächst folgen. vom sound her erinnert dieser etwas an "lonely souls" von u.n.k.l.e, nur interessanter und besser! bush-kritik wird darin auch laut, doch wer in den usa lästert derzeit nicht über ihn ...
nach jedem krachersong kühlt die CD die stimmung wieder kurz ab, es folgen langsame, eingängige chillout-sounds, bis dann das nächste akustische highlight folgt. wie z.b. "amerimacka", dessen downbeat durch seine unnachahmliche lässigkeit geprägt ist. bei zwei weiteren volltreffern ("the heart's a lonely hunter" & "wires and watchtowers") hat sich die verpflichtung der gastsänger david byrne uned sista pat voll ausgezahlt!

endlich mal wieder ein meisterwerk aus der lounge-ecke, die in den letzten jahren mit zuviel müll & massenware vollgestopft war. von den gängigen wir-klinge-alle-gleich-langweil-compilations setzt sich die thievery corporation mit "the cosmic game" jedoch locker um einige welten ab ...

 
anspieltipps:
02 "warning shots" feat. sleepy wonder & gunjan
03 "revolution solution" feat. perry farrel
06 "amerimacka" feat. notch
09 "sol tapado" feat. patrick de santos
10 "the heart's a lonely hunter" feat. david byrne
13 "wires and watchtowers" feat. sista pat
(gesamtspielzeit: 16 songs, ca.63 minuten)
 
fazit: viel zu gut um nur zu loungen! kosmischer hörgenuß vom feinsten ... das bisher beste & vielseitigste album der thievery corporation (dr.öge)