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Stil: Sampler / Compilation
Format: CD
Was passiert, wenn eine CD (die mittlerweile vierte) zur gleichnamigen
Radiosendung erscheint, dessen Anliegen darin besteht das zu machen worauf
man bock hat, sich nicht darum kümmert ob man wegen der Quote populäre
Musik spielen sollte, mehr Aufmerksamkeit auf die Nachtschicht-Rätselfeen
legt und die letzte Woche aus dem Leben eines Pelhams und Benzon reflektiert
und nebenbei sich querbeet durch die Genres der Musikgeschichte switcht??
Zur CD selbst: Richtig diese Platte enthält jene
Musik die allen unerfahrenen Hörern Musiknachhilfeunterricht par
exelence bietet. Im Klartext bedeutet es, dass Euch diese Scheibe erlaubt
einen Rundumschlag in Sachen Musik zu bekommen, der es euch ermöglicht
ein gewisses Halbwissen (gefährlich oder nicht sei mal dahingestellt)
verschiedenster Musikstile anzueignen, die Ihr ansonsten- ich geh mal
realistisch davon aus - nie euer Trommelfell beglücken würden.
So wird man bei der Trackliste feststellen das sich einige kleine Juwelen
auf der Platte befinden. Unter anderem Tiefschwarz
feat. Malte die wohl noch für einige aufruhe in der Elektro und House
Szene sorgen werden. Im Gegensatz dazu stehen aber die Tracks von The
Mitchell Brother, Ms. Dynamite und
Keyshia Cole sowie Mattafix
und Leela James. Die lassen sich allesamt
am besten in die Chill-Kategorie einordnen, keine harten Beats ruhige
bis soulige Musikeinlagen runden diese Tracks ab.
Elektronisch aber ruhig geht’s mit Marc Romboy´s
„SL Mirage“ weiter, danach ist Hacienda
feat. Caitlin Devlin-Elk zwar ein pushender Track, doch das ist leider
nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ist man dann langsam warm,
bekommt man zwar mit Deichkind's „Remmidemmi“ die
nächsten Bässe um die Ohren, aber das war´s dann auch.
Es folgt Easy Listening mit Younderboi und die entfachte Euphorie, mit
der man sich gerade beladen hatte findet ein jähes Ende. Den Leib-
äh labeleigenen Sebastian Hämer
musste man natürlich auch in die Tracklist packen. Danach bleibt
es weiter ruhig. Die letzten drei Tracks von Toni
Braxton, Syleena Johnson und Chima
bringen dann zum Ende heftigste Herzschmerz-Musik.
Anspieltipps:
03. Tiefschwarz feat. Malte „Schmetterlingsflügel“
11. Hacienda feat. Caitlin Devlin - ELK "Like You"
12. Deichkind „Remidemmi“
13. Yonderboi "Eyes for you"
18. Chima „Vorbei“
(Gesamtspielzeit: 18 Tracks, ca. 77 Minuten)
Fazit: Trotz großer
Namen und einiger guter Songs funktioniert diese Mischung irgendwie nicht
so richtig. Der Mixtur fehlt die Basis und eine so gandenlose Mischung
findet man sonst nur auf Soundtracks. Sicherlich wird Jeder einige Songs
auf dieser Compilation mögen, doch Denjenigen, der diese Scheibe
mit Genuss von Anfang bis Ende immer wieder hören kann will ich (nicht)
kennen lernen. Mit 77 Minuten wurde zumindest die Spielzeit der CD komplett
ausgenutzt und es gibt viel Musik für's Geld. Gut geeignet ist die
Scheibe für eingefleischte Radiohörer oder Leuten die unvoreingenommen
und quer durch den Garten auf der Suche nach neuer Musik sind. (Bo &
Dr.Öge)
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