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Stil: Indie / Alternative
Laut eigener Beschreibung der fünfköpfigen Band aus Cardiff
klingt ihre Musik als ob Gott weinen würde. Vielmehr ist es jedoch
eine Mischung aus psychedelischen Klangkosmen und sehr intensiven, harmonischen
Melodien, die jedoch schnell auch mal ein instrumentales Gewitter vom
Zaun brechen können. Die meisten ihrer, bis zu 7 Minuten langen Songs
kommen jedoch nur sehr langsam in Fahrt. Mit verletzlich klingendendem
Gesang zu Beginn, der mit nach und nach an Intensität zunehmenden
Instrumentals ergänzt wird. Zum Ende der Songs ist dann oft eine
Fülle an verschiedenen, sich überlagernden Instrumenten zu hören,
die dennoch immer eine perfekte Einheit zu bilden scheinen. Die Stimme
des Frontmann ist eindringlich und sanft und erinnert, wie auch die Musik
phasenweise sehr an Radiohead.
Sanfte Melancholie erfüllt sofort den Raum sobald die Platte läuft
und darauf versucht uns auch das gesprochene Intro einzustimmen: Da wird
dem Hörer doch tatsächlich nahe gelegt, den Songs direkt vorm
Einschlafen zu lauschen, was sicherlich auch gut funktioniert. Hat man
sich jedoch erstmal reingehört in die ganz eigene Welt von Vito,
dann wird schnell klar, dass es viel zu schade wäre, Vito nur als
Betthupferl zu konsumieren. Natürlich kann man auf Partys nix damit
reissen, ganz klar, das hier ist für die etwas anderen, launischen
Tage gemacht, wie bei den Kollegen von Coldplay und Radiohead
ja auch.
Leider habe ich Vito bisher noch nie Live spielen sehen, doch angeblich
versprühen sie auf der Bühne noch mehr musikalische Intensität
als dieses Album es bereits tut. Von "einem einmaligen Erlebnis"
liest man in Foren und auf Fanpages.
Das Album kommt im kunstvoll gestalteten Digipack, ist an die chemische
Elemententafel angelehnt und sticht im CD-Regal sofort ins Auge. In der
gleichen Optik präsentiert sich auch die Website
von Vito. Eine der vielen Besonderheiten an dieser Band ist, dass
sie und ihre Musik ganz strikt als eine Einheit gesehen werden wollen.
Daher finden sich keine Hinweise auf Gastmusiker oder Namen der Bandmitglieder,
was irgendwie schon wieder Stil beweist.
Anspieltipps:
01 "Ultimate
Shame"
04 "Rejoice"
07 "Across The Rubicon"
10 "Calm Down"
(Gesamtspielzeit: 9 Songs, ca. 60 Minuten)
Fazit: Verträumter
und zugleich sehr intensiver Alternative Sound für die ruhigeren
und nachdenklicheren Tage des Lebens. Sehr empfehlenswert für Freunde
der unten genannten Bands! (Dr.Öge)
Für Fans von: Coldplay, Radiohead, Low, Nada Surf,
Weezer, Elliott Smith
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