| .Young Ax "Higher Ground" (Santorin / Groove Attack / VÖ: 25. Januar 2008) | |
Stil: Drum & Bass Format: CD im Digipack Ach ist das schön endlich mal wieder eine fette Drum & Bass CD in Händen zu halten, bei der ich mich kaum zurück halten kann in Lobeshymnen zu verfallen. Aber jetzt noch mal von vorne. Nach einigen Vinylveröffentlichungen auf Labels wie Santorin, Critical, Beatalistics oder Brand:Nu veröffentlicht der Berliner Beatbastler Young Ax mit "Higher Ground" nun sein Debütalbum, das einer Werkschau der vergangen Jahren gleicht. Zur CD selbst: Der aus Berlin stammende Alexander Zwingenberger besser bekannt als Young Ax macht schon eine ganze Weile Musik. Angefangen hatte bei ihm alles mit Hip Hop, doch als Anfang der neunziger die große Jungle und Drum & Bass Welle von England nach Deutschland überschwappte,wurde auch er in die Welt der tiefen Bässe mitgerissen. Begeistert begann er von nun an seinen eigenen Sound zu machen und das war eine gute Entscheidung. Da sich Young Ax schon immer stark für Jazz und alten Hip Hop sowie Funk interessiert, ist es auch kein Wunder, dass sich diese Einflüsse in seiner Musik wiederfinden, es ist sogar pure Absicht. Bereits der Opener "Into The Deep" deutet an, wie groß der Klangkosmos ist, in denen sich Young Ax mit seiner Musik bewegt. Immer wieder brechen sanfte Melodien, Intros und Samples mit den Beats, nehmen Tempo weg, um dann wieder Fahrt aufzunehmen und den Song in eine andere Richtung zu lenken. "Soulsearchin'" wurde wie knapp die Hälfte der Songs auf der CD bereits auf Vinyl veröffentlicht und stellt eine schöne Soundtüftelei zwischem krachenden Drum & Bass und sinnlichem Soul dar, die einfach nur Spaß macht und einen an Sommer, Sonne, Sonnenschein denken lässt. Das funkige "Bright Night" würde sogar James Brown zum mitwippen bewegen und weiß mit Bläsersound zu überzeugen. Der Titeltrack kommt zunächst mit mediteraner Leichtigkeit daher, bevor eine knarzende Bassline klar stellt, dass wir uns nicht auf Ibiza befinden. "Let's Go" ist ein weiterer Beweis dafür, wie abwechslungsreich man einen Song mit ein paar Tempiwechseln oder dem Einspielen von Samples machen kann. Mit "January", dass Young Ax über Nu:Tone's Label Brand:Nu bereits 2005 veröffentlichte, erlangte er auch in England Aufmerksamkeit. Kein Wunder, der durch ruhige Pianopassagen und Bläsersound geprägte Track gleitet nur so vor sich hin, ohne aber die wesentlichen Elemente des Drum & Bass zu vernachlässigen. Anspieltipps: 02. "Soul Searchin'" 04. "Bright Nite" 05. "Higher Ground" 08. "January" 10. "Listen Up" (Gesamtspielzeit: 11 Tracks, ca. 78 Minuten) Fazit: Schön zu sehen, dass Drum & Bass nicht wie so viele behaupten tot ist, sondern dass dieses Genre immer noch Perlen wie "Higher Ground" hervorbringt, für die es sich lohnt, lange Veröffentlichungsdurststrecken in Kauf zu nehmen. Liquid Drum & Bass war gestern, jetzt kommt "Higher Ground"! (nac) Für Fans von: High Contrast, Nu:Tone, |
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