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Genre: Spielfilm / Rock'n Roll Drama
Regie: Alex Steyermark
Jackie liebt die Rockmusik, sie lebt den Rock'n Roll und ihre Band ist
ihre Familie. Doch mit ihrer Girl Punkband "Clam Dandy" wartet
sie auch heute noch auf den Durchbruch, den langersehnten Plattenvertrag
und besseren Zeiten, in denen sie nicht jeden Monat auf's neue Überlegen
muß, wo das Geld für die nächste Miete her nehmen. Jackie,
gespielt von Gina Gershon macht in diesem Film, der auf den Erinnerungen
der Rock-Lady Cheri Lovedog basiert, eine gute Figur. Der Film behandelt
vor allem die persönlichen Schicksale der Bandmitglieder und da geht
es natürlich um Liebe, Sex, Drugs und eben Rock'n Roll. Vor allem
die Frage, wie lange man seiner Sache treu bleibt, wenn der erhoffte Erfolg
ausbleibt steht im Mittelpunkt. Wann ist man wirklich zu alt, wann hat
man sein Zenith überschritten, wann ist es Zeit aufzuhören?
Am Ende wird dann eines klar: es geht nicht um den Erfolg den man mit
einer Sache hat, sondern um die Überzeugung aus der heraus man es
macht! Eine gute Erkenntnis!
Interessantes Material also, das auch überwiegend gut und authentisch
umgesetzt wurde. Besonders gut gefallen hat mir die Szene, als Jackie
ein schlechtes Vertragsangebot vollgepinkelt statt unterschrieben an den
Labelvertreter zurück gibt oder der Part, in dem ein Vergewaltiger
mit einem Tattoo auf der Stirn bestraft wird. Sarkasmus, Humor und Dramatik
sind die Stärken des Streifens. Lediglich die Männer seien gewarnt,
"Prey For Rock'n Roll" ist etwas Frauenfilm-lastig und besteht
zum Großteil aus Dialogen, Gefühlen und Abgründen.
Die Musik kommt natürlich auch nicht zu kurz: Alle Songs stammen
passenderweise von Cheri Lovedog selbst, die hier schönen Garage-Rock
beigesteuert hat, der stellenweise an Hole oder die Gesangeinlagen von
Juliette Lewis im Film "Strange Days" erinnert.
In einer der Hauptrollen ist übrigens auch das ehemalige "Tank
Girl" Lori Petty zu sehen.
Fazit: Ein Film mit
guter Message und einer überzeugenden Gina Gershon, der allerdings
eher auf die weblichen Zuschauer zugeschnitten ist. Denen dürfte
er aber gefallen, erst recht, wenn man bzw. Frau sich auch schon für
Filme wie Coyote Ugly oder Sängerinnen wie Courtney Love oder Juliette
Lewis begeistern konnte.
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