.Burning
Heart Records
Das schwedische Indie-Label Burning
Heart mit Sitz in Örebrö wurde 1993 als ein Mann
Unternehmen von Peter Ahlqvist gegründet,
der in den achtzigern bereits das Punkrock Label Uproar Records laufen
hatte. Aus reiner Liebe zur Musik wurden zunächst kleinere, unbekannte
Bands gesignt, die meist aus der Skateboardszene (Millencolin,
Satanic Surfers, No
Fu At All, etc) kamen und bis dahin keine großen Erfolge
vorweisen konnten. Kurze Zeit später hatten die schwedischen Bands
die Skateboardszene im Sturm erobert und kaum ein Skatevideo kam ohne
Songs von Millencolin & co. aus.
Schnell gelang es den Schweden, die oben genannten Bands europaweit
bekannt zu machen und begünstigt durch den Punkrock-Hype in den
USA Mitte der Neunziger erreichte der neuartige Melodycore des Burning
Heart Labels bei Fans Kultstatus und obendrein sensationelle Verkaufszahlen.
Bands wie Millencolin wollten ursprünglich ihren "großen"
Skatepunk-Vorbildern (Bad Religion, Pennywise, NOFX ...) aus den USA
nacheifern und schon wenig später fanden sie sich mit genau diesen
Bands zusammen auf Festivals wie der Vans Warped Tour wieder.
Eine Kooperation mit Epitaph folgte, was
den Schweden den Zugang zum US Musikmarkt erleichterte und somit den
letzten Baustein legte, um ihre Bands auch weltweit zu vermarkten. Einige
der Alben wie z.B. von Millencolin, The
Hives, Moneybrother oder Refused
erreichten Gold- und Platinstatus, gewannen schwedische Grammys und
wurden teilweise sogar zu Dauergästen in den Charts.
Schon seit langem hat sich das einstige ein Mann Unternehmen am Weltmarkt
etabliert und auch den musikalischen Fokus hat man in Örebrö
erweitert: neben Punk, Hard- und Melodycore finden sich im Burning Heart
Roster auch Interpreten aus HipHop, Soul und anderen Stilrichtungen.
Ausserdem werden nicht mehr nur ausschliesslich schwedische Bands unter
Vertrag genommen, wie die Releases von Hell Is
For Heroes, Samiam und Boysetsfire
zeigten.
Besonders beachtenswert, ist die Tatsache, dass Bands wie Turbonegro,
The Hives, Raised
Fist, Millencolin, No
Fun At All und etliche andere alle bei Burning Heart "groß"
geworden sind und dass sich das Label seit jeher auf Newcomer spezialisiert
hat, anstatt große Namen zu signen. Wir sind gespannt, welche
Talente dieses Indie-Label in Zukunft noch aus dem Hut zaubern wird.
"If it ain't from the heart, it can't be art"
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