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Anti-Flag - Live @ Schlachthof
Wiesbaden
Als
Fans von gutem Punkrock konnten wir es uns natürlich nicht nehmen
lassen das Anti-Flag-Konzert im Schlachthof Wiesbaden anzuschauen. Schon
um halb 5 waren die ersten Fans vor Ort, die vor dem Schlachthof in
der Sonne lagen und im Gegensatz zu Anti-Flag am Trinken und Rauchen
waren. Wir haben uns erstmal im Schlachthof umgesehen auf der Suche
nach den A-F-Jungs. Da die Bandleute gerade mit einem anderen Interview
beschäftigt waren, konnten wir das geile Wetter genießen.
Irgendwann kam dann Pat Thetic (der Drummer) und hat auch uns unseren
Interviewwunsch erfüllt.
Danach wurde erstmal großzügig gechillt, in der City ganz
gemütlich was gefuttert. Zurück am Schlachthof hatte sich
die Wiese vor der Halle bereits mit überwiegend jungen und einigen
älteren Punks gefüllt und Irokesen-Frisur schien fast Pflicht
zu sein.
Als
Vorbands waren A Wilhelm Scream und The Unseen
auf der Bühne. Während A Wilhelm Scream auf der Bühne
standen, tummelten sich vor dem Schlachthof mehr Punks als vor der Bühne.
Auch The Unseen haben wir uns dann noch angeschaut, war für unseren
Geschmack aber zu viel Geschrei und die Stimmung hätte besser sein
können, doch in den ersten Reihen war ein kleiner HAufen Hardcore-Fans
von ihnen vertreten. In der Pause konnten wir uns ausgiebig mit dem
Merchandisestand beschäftigen dessen Verkäufer alle Menschen
ignorierte die irgendwas kaufen wollten, mal ganz was anderes...
Dann war es soweit, Anti-Flag betraten
die Bühne, die Menge tobte, Justin richtete ein
paar Worte an die Masse vor ihm und sofort ging’s mit „Fuck
Police Brutality“ los. Die Stimmung war kaum zu toppen und
wurde immer besser. Im Verlauf des Konzerts wurde vor allem die „For
Blood And Empire“ und auch bekannte alte Lieder wie „Die
For Your Goverment“ oder „911 For Peace“
gespielt. Das Publikum war überhaupt geteilter Meinung über
die Songs. Während viele Fans auf die Songs von „The
Terror State“ und „For Blood and Empire“
abgingen, wollten die anderen Fans inclusive mir eher die alten Lieder
hören.
Anti-Flag wussten aber das gemischte Publikum zufrieden zu stellen und
haben einen schönen Mix aus alt und neu gespielt. Während
der Show gab es außer der Musik nur selten mal eine Ansprache
von Justin oder Chris
bezüglich der beschissenen amerikanischen Regierung. Recht häufig
animierte die Band die Masse, dass jeder seine Fäuste, Mittelfinger
oder Victoryzeichen gegen Krieg und Dummheit erheben solle.
Die Temperatur im Moschpit stieg schnell auf geschätzte 50 Grad,
was viele Jungs dazu animierte ohne Shirt weiter zu rocken.
Hier der Appell: Bitte lasst den Scheiß! Niemand will euren Oberkörper
sehen, ihr seit verschwitzt und seht aus wie Sau, lasst es doch einfach
mit dem Ausziehen und erspart den Konzertbesuchern euren Schweiss und
Gestank. Danke!
Nach dem offiziellen Part kam die erste Zugabe. Das Publikum wurde befragt,
was sie denn hören wollen, woraufhin fast tausend Menschen den
Titel ihres Lieblingssongs brüllten. Nach der Zugabe geschah etwas
Interessantes. Musik war vorbei, Band verabschiedete sich, Beleuchtung
ging an, Musik von CD begann und das Konzert war vorbei, die Fans machten
sich ausgepowert auf den Weg zum Ausgang. Doch dann, mit einem Mal ergriff
Justin mit Blick auf die Uhr das Mikro und verkündete: „We
have enough time for two more songs“!!! Die Freude war riesig,
jeder tanzte sich noch einmal die Seele aus dem Leib und ging dann vollkommen
glücklich und fertig Richtung Heimat. Wir hätten zwar auch
gern noch weitere Lieder gehört („Post War Break Out“
/ „Anti Violent“) aber das Konzert war auch so
der absolute Hammer!
Auszüge aus der Setlist:
"You Can Kill The Protester But You Cannot Kill The Protest"
(The Terror State)
"War Sucks Let’s Party" (For Blood And Empire)
"Fuck Police Brutality" (Die For Your Government)
"Power To The Peaceful" (The Terror State)
"This Is The End" (For Blood And Empire)
"Die For Your Government" (Die For
Your Government)
"The Press Corpse" (For Blood And Empire)
"Turncoat" (The Terror State)
"1 Trillion Dollars" (For Blood And Empire)
"Drink Drank Punk" (Die For Your Government)
"Got The Numbers" (A New Kind Of Army)
"911 For Peace" (Mobilize)
Fazit: Die Band ist super sympathisch,
das Interview hat ne Menge Spaß gemacht, die Song-Auswahl beim
Konzert war fast perfekt, die Stimmung war toll, der Merchandise-Stand
wollte nix verkaufen und wir zwei hatten einen sehr sehr schönen
Abend. Anti-Flag würde ich mir jederzeit wieder live anhören
und nach dem Konzert hab ich sogar ne bessere Meinung von der neusten
Platte. Auch wenn ich die alten Sachen lieber mag hat mich die Band
überzeugt, dass man
auch zum neuen pop-punk-stil live sehr gut abgehen kann. Live sind
AF einfach Pflicht! (moe)
Related Links:
www.anti-flag.com
www.a-frecords.com
www.unseenpunks.com
www.awilhelmscream.com
www.schlachthof-wiesbaden.de
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