so wars: de la soul (wiebaden, schlachthof / 14.dezember 2004)

 


presspicde la soul & c.l.smooth - live im schlachthof in wiesbaden (14.12.2004)

dank der netten auskunft der mitarbeiter des schlachthof wiesbaden trafen wir heute abend genau zur richtigen zeit ein, als c.l.smooth gerade losgelegt hatte, von dem ich bis dato kaum etwas gehört hatte, ich weiß - sollte ich aber!
zunächst machten wir uns auf einem der vielen sofas lässig, wo wir nach kurzer zeit dann noch einige bekannte, wie z.b. herrn schlossbauer und jungs von GTA trafen.
nachdem einige songs an uns vorbeigeträllert waren, merkten wir plötzlich, daß "CL" einen verdammt guten job machte und deutlich mehr war, als nur der anheizer für die nach ihm folgenden de la soul.
sein DJ (meines wissens nach pete rock) hatte einfach immer das passende highlight-sample am start und cl smooth eben die passenden lyrics. selten habe ich einen voract gesehen, der die menge so im griff hatte und so gab es auch nur ganz vereinzelte zwischenrufe die den headliner forderten, denn der großteil der crowd war alles andere als gelangweilt, während CL seine rhymes dropte.
ehrlich gesagt wäre er alleine sogar den eintrittspreis von 15 euro wert gewesen, wenn er länger hätte spielen dürfen.
ja - das konzert kostete nur 15 eus, obwohl es zunächst mit 25 angesetzt gewesen war, doch anscheinend mangels nachfrage hatte der veranstalter sich im nachhinein entschieden, den eintrittspreis zu senken, so, daß die tickets an der abendkasse also nur nen 15ner kosteten und wer mehr bezahlt hatte, bekam die 10euro preisunterschied in bar zurück!
mit diesem kurzfristigen einfall war der abend gerettet, denn dadurch kamen so viele kurzentschlossene, daß der schlachthof gut gefüllt oder sogar fast ausverkauft war, daran könnten sich andere locations mal ein beispiel nehmen!
aufgrund der vielen spontanen besucher war das publikum auch bunt gemischt und nicht von klischee-hiphoppern in pellepelle, triple five soul und phat irgendwas-klamotten dominiert, was uns sehr angenehm war! auch altersmäßig fand sich hier alles von 16 bis 35, kein wunder wenn man bedenkt, wie lange es de la soul nun schon gibt.
presspic aufgrund des erstklassigen supports von cl smooth hatten de la soul dann auch leichtes spiel als sie nach ihm die bühne betraten, die crowd war bereits heiß und wartete lediglich auf ein paar, vor allem alte, hits.
interessanterweise kamen die alten songs insgesamt wesentlich besser an als die des aktuellen album "the grind date". viele besucher schienen das neue
album noch gar nicht zu kennen ...
die stimmung war von anfang an am kochen und die ersten zwei drittel der halle waren durchgehend in bewegung, jeder song wurde mitgerapt und mitgetanzt!
obwohl die old-schooler des hiphop und erfinder des native tongue eigentlich nicht viel mehr machen mußten als ihre songs zu einigen samples zu spielen und auf d
er bühne eine gute figur zu machen, liebten die fans es.
die bühnendeko paßte zu diesem prinzip, kein bißchen aufwendig aber sehr stylish!
bei den üblichen verdächtigen, wie z.b. "stakes is high", "ooh" und "say no go" gab es für die crowd kein halten mehr und wo man auch hinsah, gab es nur lachende, tanzende, gut gelaunte fans. am besten war der spaßfaktor vorerst bei "me, myself and i", einem song, den man nicht nicht kennen kann und daher gingen hier alle noch eine nuance mehr ab. zum ende der show luden de la soul dann alle mädels ein, mit ihnen auf der bühne zu tanzen und etwa 50 hübsche damen folgten dem aufruf. das war dann schon ein schöner anblick und ein guter trick, denn die mädels wurden später durchs backstage zurück in die halle gelotst, doch wir sind uns sicher, einige chicks sind dann doch lieber bei der band geblieben ...
bis dato hatte die menge nur einen song vermißt, der als allerletzte zugabe kommen sollte: "ring, ring, ring"! ein guter abschluß für ein noch besseres konzert, von dem wir uns nicht annähernd so viel erwartet hatten.
abschließend muß man den betreibern des schlachthof wiesbaden noch ein dickes lob aussprechen, denn sie ziehen live einfach alles was man hören will, haben äußerst humane getränkepreise und sind an tür und theke netter als die meisten anderen locations - und das seit etlichen jahren. weiter so.


Fazit:
auch ohne gastsänger oder großes drumherum konnten die "alten herren des hiphop" gänzlich überzeugen und daß cl smooth das ganze supported hatte setzte dem abend die krone auf. jederzeit wieder!
 
 
  

 
wer:
de la soul
 
wann:
14.12.2004
 
wo: wiesbaden
(schlachthof)
   


de la soul
"the grind date"


de la soul
"best of"


de la soul
"stakes is high"


de la soul
"de la soul is dead"


de la soul
"3 feet high and rising"


de la soul
"de la remix"