Music - so war's: Foo Fighters
(Hamburg - 02.Februar 2006 -Alsterdorfer Sporthalle )
 

Photo by: Rockphotos.deFoo Fighters - Live @ Alsterdorfer Sporthalle / Hamburg

Als ich hörte, die Foo Fighters kommen nach Europa und damit auch nach Deutschland, musste ich hin. Da aber Dave Grohl im März sein erstes Kind erwartet, wurde die Tour doch recht kurz und es gab nur zwei Konzerte in Deutschland.
So musste ich mich zwischen München und Hamburg entscheiden. Hamburg machte das Rennen auf Grund einer Übernachtungsmöglichkeit bei der Schwester eines Freundes (nochmals vielen Dank!!!).

Nun zum Umfeld des Konzertes. Es war erstmal sehr angenehm, wie zuschauerfreundlich der Einlass gestaltet war. Auch in der Halle war alles sehr friedlich und familiär, was auch an der nicht so großen aber trotzdem ausreichenden Alsterdorfer Sporthalle lag. Das Publikum war ausgewogen. Von älteren Nirvana – Fans bis zu jüngeren nach vorne drängenden Groupies war alles dabei. Nach einigem Warten fing die erste Vorband Rye Coalition an. Sie war zum Anfang ganz gut um die Stimmung etwas anzuheizen. Als nächstes kamen, von Taylor Hawkins (Drummer der Foos) angekündigt, die Secret Machines. Sie zeigten sich durch leisere und ruhigeren Tönen und einer schönen Lichtshow.

Dann wurde es endlich ernst, die Bühne wurde für die Foo Fighters vorbereitet. Dies geschah hinter einen etwa zwei Meter großen Vorgang. Die Zuschauer wurden bei Laune gehalten durch plötzliches Aufleuchten der kleinen Lichter auf dem Vorhang oder durch immer wieder hochgeworfenen Drumsticks, die wieder und wieder über dem Vorhang auftauchten.
Als es endlich anfing, war das Publikum nicht mehr zuhalten. Es wurde mitgesungen, getanzt, gepogt und abgefeiert. Die Stimmung war also einfach genial. Die Foo Fighters spielten hauptsächlich Stücke aus „In your Honor“ wie „Best of you“ oder „DOA“ aber auch ältere Lieder wie „My Hero“ oder „Learn to Fly“ wurden geboten.
Die Setlist war insgesamt gut durchdacht und bot einen guten Mix zwischen den härteren und den etwas sanfteren Liedern. Auch waren einige Stücke etwas anders dargeboten als gewohnt. So spielte Dave Grohl „Everlong“ ganz alleine auf der Bühne nur mit seiner Gitarre. Er lockerte auch das Konzert immer wieder durch lustige Sprüche auf. Zu den Höhenpunkten zählten dann auch aus meiner Sicht die einzelnen Soli. Dave lieferte sich mit seinem Bandkollegen Chris Shiflett einen Gitarrenbattle. Auch Taylor Hawkins zeigte sein können in einem richtig guten Drumsolo mit Doublebase und allen was dazu gehört. Etwas schade, dass sich bei den Soli der Bassist Nate Mendel zurückhielt und kein Solo beisteuerte. Weitere Highlights waren die zwei Zugaben, die die Foo Fighters gaben. Zuerst sang Taylor Hawkins wie auf der zweiten CD von „In your Honor“ das Lied „Cold Day in the Sun“ selbst und übernahm die Gitarre, während sich Dave wie in alten Nirvana – Zeiten ans Schlagzeug zurückzog. Als zweite Zugabe wurde „Monkey Wrench“ gespielt. Aber nicht in der normalen Form, sondern in einer 15-Minuten-Version! Die den krönenden Abschluss dieses Konzertes bot.

Fazit: Es war wirklich ein gelungenes Konzert, zu dem mir keine größeren Kritikpunkte einfallen. Nur die Vorbands fand ich etwas langweilig aber die Atmosphäre, Stimmung, Publikum, Setlist und die Band waren einfach genial.
Alles im allem hätte es nicht viel besser sein können und die insgesamt 10 Stunden Fahrt hin und zurück nach Hamburg haben sich tatsächlich gelohnt. Schade, dass die Foo Fighters so selten in Deutschland sind. (FS)

Related Links:
www.foofighters.com

 
wer:
Foo Fighters
 
wann:
02.02.2006
 
wo: Hamburg
(Alsterdorfer Sporthalle)