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Foo
Fighters - Live @ Alsterdorfer Sporthalle / Hamburg
Als ich hörte, die Foo Fighters kommen nach
Europa und damit auch nach Deutschland, musste ich hin. Da aber Dave
Grohl im März sein erstes Kind erwartet, wurde die Tour doch recht
kurz und es gab nur zwei Konzerte in Deutschland.
So musste ich mich zwischen München und Hamburg entscheiden. Hamburg
machte das Rennen auf Grund einer Übernachtungsmöglichkeit
bei der Schwester eines Freundes (nochmals vielen Dank!!!).
Nun zum Umfeld des Konzertes. Es war erstmal sehr angenehm, wie zuschauerfreundlich
der Einlass gestaltet war. Auch in der Halle war alles sehr friedlich
und familiär, was auch an der nicht so großen aber trotzdem
ausreichenden Alsterdorfer Sporthalle lag. Das Publikum war ausgewogen.
Von älteren Nirvana – Fans bis zu jüngeren nach vorne
drängenden Groupies war alles dabei. Nach einigem Warten fing die
erste Vorband Rye Coalition an.
Sie war zum Anfang ganz gut um die Stimmung etwas anzuheizen. Als nächstes
kamen, von Taylor Hawkins (Drummer der Foos) angekündigt, die Secret
Machines. Sie zeigten sich durch leisere und ruhigeren Tönen
und einer schönen Lichtshow.
Dann wurde es endlich ernst, die Bühne wurde für die Foo Fighters
vorbereitet. Dies geschah hinter einen etwa zwei Meter großen
Vorgang. Die Zuschauer wurden bei Laune gehalten durch plötzliches
Aufleuchten der kleinen Lichter auf dem Vorhang oder durch immer wieder
hochgeworfenen Drumsticks, die wieder und wieder über dem Vorhang
auftauchten.
Als es endlich anfing, war das Publikum nicht mehr zuhalten. Es wurde
mitgesungen, getanzt, gepogt und abgefeiert. Die Stimmung war also einfach
genial. Die Foo Fighters spielten hauptsächlich Stücke aus
„In your Honor“ wie „Best of you“
oder „DOA“ aber auch ältere Lieder wie „My
Hero“ oder „Learn to Fly“ wurden geboten.
Die Setlist war insgesamt gut durchdacht und bot einen guten Mix zwischen
den härteren und den etwas sanfteren Liedern. Auch waren einige
Stücke etwas anders dargeboten als gewohnt. So spielte Dave Grohl
„Everlong“ ganz alleine auf der Bühne nur
mit seiner Gitarre. Er lockerte auch das Konzert immer wieder durch
lustige Sprüche auf. Zu den Höhenpunkten zählten dann
auch aus meiner Sicht die einzelnen Soli. Dave lieferte sich mit seinem
Bandkollegen Chris Shiflett einen Gitarrenbattle. Auch Taylor Hawkins
zeigte sein können in einem richtig guten Drumsolo mit Doublebase
und allen was dazu gehört. Etwas schade, dass sich bei den Soli
der Bassist Nate Mendel zurückhielt und kein Solo beisteuerte.
Weitere Highlights waren die zwei Zugaben, die die Foo Fighters gaben.
Zuerst sang Taylor Hawkins wie auf der zweiten CD von „In
your Honor“ das Lied „Cold Day in the Sun“
selbst und übernahm die Gitarre, während sich Dave wie in
alten Nirvana – Zeiten ans Schlagzeug zurückzog. Als zweite
Zugabe wurde „Monkey Wrench“ gespielt. Aber nicht
in der normalen Form, sondern in einer 15-Minuten-Version! Die den krönenden
Abschluss dieses Konzertes bot.
Fazit:
Es war wirklich ein gelungenes Konzert, zu dem mir keine größeren
Kritikpunkte einfallen. Nur die Vorbands fand ich etwas langweilig
aber die Atmosphäre, Stimmung, Publikum, Setlist und die Band
waren einfach genial.
Alles im allem hätte es nicht viel besser sein können und
die insgesamt 10 Stunden Fahrt hin und zurück nach Hamburg haben
sich tatsächlich gelohnt. Schade, dass die Foo Fighters so selten
in Deutschland sind. (FS)
Related Links:
www.foofighters.com
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