Green Day - Live @ Stadthalle
Offenbach
Nachdem die neue Platte American Idiot’ einfach
nur der Hammer war [REVIEW
HIER] und sich dementsprechend gut verkauft hat, waren Green Day
sich nicht zu schade, für eine Tour nach Europa zu kommen und
dabei in Deutschland ein paar Konzerte zu spielen.
Nachdem die UK-Tour angeblich nach 24 Stunden ausverkauft war, hatte
ich meine Karten auch bereits im Oktober geholt. Angeblich war es
auch kurz danach bereits ausverkauft, also Glück gehabt.
Um halb sieben bin ich dann mit meiner Freundin ins schöne Offenbach
gefahren. An der Stadthalle konnte man mal wieder die fantastische
Parkplatz-Politik der Stadt bewundern, den da ging mal wieder gar
nix. Also 500 Meter weiter in einer Nebenstraße geparkt, bei
schweinischer Kälte zur Halle gelaufen, wo man erstmal stehen
durfte. Kein Wunder, bei zwei Eingängen für die ganze Masse.
Dementsprechend kamen wir um Punkt 20 Uhr rein, wo dankenswerter Weise
New Found Glory, die einzige Vorband an diesem Abend, bereits angefangen
hatte. Obwohl man nichts verpasst hat bei denen (langweiliger Rumhops-Punkrock’),
finde es doch kacke, bei halbleerer Halle das Konzert zu starten,
anstatt zu warten, bis die Leute reinkommen, vor allem dann, wenn
es nicht an den Leuten liegt, sondern an der 150%-Einsatz Security.
Am Merchandise Stand konnte man sich dann wieder über die fairen’
Preise der Ami-Bands freuen: 30€ für ein Shirt (auch als
XS-Kindershirt erhältlich) sowie 60€ für einen Kapu
mit Reisverschluss, na ja, Amis halt.
So, jetzt aber genug gemosert!!!! Nachdem also New Found Glory endlich
fertig waren, konnte es mit Green Day losgehen. Ein rosa Hase stürmte
die Bühne während YMCA lief, um erstmal ein Bier zu ex-en.
Cool!
Die anderen Warmup Lieder waren alle auf Punkrock-Highschool Niveau,
sprich von "I fought the Law" bis "Blitzkrieg
Bop" (bei dem leider niemand wusste, wann den Hey!-Ho! Gerufen
wird) war alles dabei.
Nach einem kurzen Intro ("Also sprach Zarathustra") kamen
dann Billie Joe Armstrong, Mike Dirnt und Tre Cool auf die Bühne.
Mit "American Idiot" ging es los. Verstärkt wurde die
Band bei den Liedern des neuen Album von 3 Gastmusikern, nämlich
einer zweiten Gitarre, einem Pianisten und einem Backgroundsänger,
wobei beide letztgenannten bei "King For One Day"
nach Saxophon spielten. Danach kam gleich "Jesus of Suburbia"
sowie noch drei Lieder vom neuen Album. Und ich muss echt sagen, dass
ich noch nie auf einem Konzert war, bei dem die neuen Lieder dermaßen
abgefeiert wurden. Keinerlei Spur von Generve im Publikum! Wobei die
neuen Lieder aber auch echt super sind.
Nach dem Beginn mit den neuen Liedern gab es Greatest Hits Set, das
querbeet durch die alten Alben ging. Leider, leider, leider wurde
aber alles vor dem Dookie-Album ignoriert, obwohl ich dermaßen
gerne "Christie Road" und "Going To Pasalaqua"
gehört hätte, aber egal.
Zwischendurch gab es das obligatorische "Knowledge"-Zwischenspiel:
Die Band fängt an, den Operation Ivy Klassiker "Knowledge"
in einer chilligen Version zu spielen, und bittet zwischendurch drei
Leute auf die Bühne, die die Instrumente der Band übernehmen.
Oh Mann, ich wollte so gerne da oben stehen und am Ende die Gitarre
abstauben, aber Pech gehabt!, hat nicht geklappt. Na ja, egal...
Aufgelockert wurde die Show durch ständige „I said HEEEEEEEEEEEEEEE-YOOOOOOO!“
Passagen von Billie Joe und kleinere Einlagen wie Super-Soaker schießen
aufs Publikum. Mit "Minority" (in einer SUPERGEILEN VERSION)
endete der reguläre Teil, und nach zwei Minuten begann die Zugabe,
die einfach nur obergeil war. "Boulevard Of Broken Dreams"
eröffnete die Zugabe, danach ging es direkt rein in "When
I Come Around", wo es einfach nur abging. Hier scheinen sie die
Setlist gegenüber der Amerika-Tour leicht verändert zu haben.
Danach kamen noch zwei Highlights, denn während die Gitarre von
"When I Come Around’ ausklang" fing das Piano an,
den Einstieg zu "We Are The Champions" zu spielen. Das wurde
dann in einer richtig coolen Version abgefeiert, wobei beim letzten
Refrain die Konfetti-Kanone zum Einsatz kam, und die Halle mit Papierschnipseln
vollbließ. Als diese Hymne schließlich zu Ende war, verschwanden
alle Mitglieder hinter die Bühne, bis auf Billio Joe himself,
der auf dem Steg, der von der bühne ins Publikum ging, noch "Good
Riddance" zum Besten gab. Saugeiler Abschluss, echt zum Gänsehaut
kriegen.
Damit endete ein echt geiler Konzertabend, denn ehrlich gesagt ist
es mir scheissegal, dass Green Day bei jedem Konzert die gleiche Show
abziehen. Ich habe sie zum ersten Mal gesehen, und es war einfach
der Hammer.
SETLIST
American Idiot
Jesus Of Suburbia
Holiday
Are We The Waiting
St. Jimmy
Longview
Hitchin' A Ride
Brain Stew
Jaded
Knowledge
Basketcase
She
King For A Day (das dann in Shout! überging, geil!)
Wake Me Up When September Ends
Minority
---ZUGABE---
Boulevard of Broken Dreams
When I Come Around
We Are The Champions
Good Riddance (nur Billie Joe auf dem Steg)
Fazit: Coole Setlist, keine Experiemente,
also genau das, was man als Fan sehen will. Note 1 für Green
Day, alles andere (Publikum, Vorband, Merchandise, Location, etc.)
war net so dolle bzw. zum Teil echt scheiße. Aber egal, Green
Day war geil, und das ist ja das wichtigste bei einem Green Day Konzert.
(bär)
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