Martin Jondo – Live @ Colos-Saal Aschaffenburg
Da
hatte sich der Martin einen tollen Tag für sein Konzert ausgesucht.
Es regnete in strömen weshalb sich vielleicht nicht so viele
Fans auf den Weg zum Konzert machten. Um 21 Uhr war der Colos Saal
ungefähr halb gefüllt, die Stimmung war gut und die Zeit
für Jahcoustix war gekommen.
Habt ihr schon viel von dem Mann gehört? Wir jedenfalls nicht.
Umso mehr waren wir überrascht von seiner Musik. Er stand nur
mit seiner Gitarre auf der Bühne und verbreitete eine gute halbe
Stunde lang eine unheimlich gute Stimmung. Mit seinem lockeren Reggae
und den amüsanten Moderationen war es noch nicht getan. Er erzählte
von seiner Kindheit als Deutscher in Afrika und spielte zum großen
Erstaunen aller auch einen Blues Song. Soweit so gut, gegen Ende seines
Gigs heizte Jahcoustix die Masse nochmal richtig an und überlies
die Bühne Mr. Martin Jondo.
Zuerst kam Jondo's Band auf die Bühne und spielte ein kurzes
Intro. Dann kam der Mann des Abends on stage und startete sofort mit
„Rise up“. Zu Beginn wurde noch nicht richtig
getanzt, da Jondo einige seiner Lieder langsamer spielte als die Plattenversion.
Mit dabei war auch ein Medley aus „Clearly“, „Sizzla“,
„No More“ und „Concrete Jungle“.
Wie gewohnt beeindruckten die beiden Backgroundsängerinnen, unter
ihnen Miss Flint, wieder durch ihr Äußeres und ihren Gesang.
Für „Just the other Day“ setzte sich Martin
Jondo mit dem Gitarristen auf das Schlagzeugpodest und lies durch
seinen wundervoll romantischen Gesang in Kombination mit gefühlvollen
Gitarrenklängen alle verliebten Herzen schmelzen... oder so ähnlich
zumindest. „Are you really waiting“ überraschte
dann wiederum durch ein enormes, sehr gut tanzbares Tempo. Wenn das
Publikum mitsang was sehr häufig der Fall war, hatte man in der
ersten Reihe das Gefühl der Colos Saal wäre doppelt so groß
und bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Die Stimmung
war während dem ganzen Konzert bombastisch, alle haben getanzt
und jeder war rundum glücklich, was will man eigentlich mehr?
Ein weiterer Höhepunkt war „Oh Gosh“ mit
Miss Flint und Martin Jondo im Duett. Nach dem letzten regulären
Track inclusive den Solis der einzelnen Musiker ging die Band dann
geschlossen von der Bühnen und kam nach dem zu erwartenden Zugabechor
wieder auf die Bühne. Was nun folgte war dann wirklich lustig,
nämlich eine kleine Annekdote Martins:
„I told my mother that I want to leave school. She said:
„If you leave school I`ll hit you!“ I left school, she
hit me.“ Außerdem sprach sich Jondo dafür aus
soviel Bildung mitzunehmen wie man bekommen kann, damit endlich die
beschissenen, machtgeilen und kriegsliebenden Politiker abgelöst
werden können.
Nun
folgte noch „Crystal Women“ zusammen mit Jahcoustix
und auch die zweite Backgroundsängerin bekam noch ihren eigenen,
sehr HipHop lastigen aber wirklich schönen Song. Wie erwartet
wurde "Rainbow Warrior" als letzter Song gespielt
und ebenso absehbar wurde dieser Song dann trotz des Abgangs der Band
und dunkler Bühne noch weiter gesungen...
Nun kam wiederrum das, womit niemand mehr gerechnet hat. Martin Jondo
kam tatsächlich ein drittes Mal auf die Bühne, schnallte
sich zum ersten Mal am Abend selber die Gitarre um und spielte unter
anderem noch „Jah Gringo“ in der akustik Version
und „Get up, Stand up“ von Bob
Marley. Martin ging super glücklich in einer Welle aus
Jubelschreien von der Bühne und hinterlies ein nicht weniger
glückliches Publikum. Und dann war er weg? Nee!
Kaum einen halben Moment später standen Martin Jondo und Jahcoustix
zusammen hinter dem Merchandisestand bereit zum CD-Verkauf und Autogramme
schreiben. Hier kommt Jahcoustix wieder ins Spiel der allem Anschein
nach sogar noch mehr CDs verkaufte als Jondo selbst. Allein aus meinem
Freundeskreis wurden 4 Jahcoustix CDs gekauft, da der Mann definitiv
einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte, von Martin Jondo ganz
zu schweigen aber dessen CDs haben die meisten eben schon, oder?
Fazit: Ich konnte mir den Martin nun ja schon zum
zweiten Mal ansehen und kann sicher sagen, dass dieser Gig um vieles
besser war als der auf dem Afrika Karibik
Festival.
Der Abend war von vorne bis hinten wunderschön und ziemlich einmalig.
Wer nicht dabei war ist tatsächlich selbst dran schuld und sollte
das schnellstens nachholen, denn noch ist Martin Jondo auf Tour.
(Moe)
Related Links:
www.martinjondo.de
www.jahcoustix.net
www.homeground.de
www.colos-saal.de