Open
Flair Festival 2005
Genau wie letztes
Jahr machten wir uns auch im August 2005 wieder auf den Weg nach Eschwege
ins Werdchen.
Schließlich fand vom 12.-14.8.2005 das Open Flair Festival statt.
Wie eigentlich nicht anders zu erwarten fuhren wir schon im Regen auf
den Campingplatz am Werdchen auf.
Nachdem das Open Flair letztes Jahr 20 jähriges Jubiläum feierte
und Bands wie die Fantastischen Vier,
Wir sind Helden und Söhne
Mannheims am Start hatte, hieß es dieses Jahr abwarten,
ob es den Organisatoren gelingen sollte, an solche musikalischen Highlights
anzuknüpfen. Und es bleibt an dieser Stelle zu sagen: Ja, es ist
ihnen gelungen!
Freitag
Nachmittag stimmten unter anderem Tele
und Angelika Express auf ein stimmungsvolles,
musikalisches Festival-Wochenende ein, dass sich vor allem durch talentierte
deutsche Bands auszeichnete.
Um 19.oo Uhr betraten Juli die Bühne
und verschafften den Zuhörern mit Sicherheit eine „geile
Zeit“. Trotz Regen (oder vielleicht gerade deswegen) schwammen
die Fans mit der Band auf der „perfekten Welle“.
Juli brachten die Zuhörer erst zum rocken um sie dann in einen
Zustand völliger Träumerei zu versetzten. Nach Juli, die sich
ja dann doch eher durch sanftere Klänge auszeichnen, wurde es definitiv
Zeit so richtig zu ROCKEN!
Die Braunschweiger Jungs von Such a Surge,
die sich schon seit über einem Jahrzehnt im deutschen Rockbuisness
etabliert haben, brachten die Fans zum bouncen und mitsingen. Es wurde
eine Mischung aus Liedern des neuen Albums „Alpha“
und bekannten, älteren Songs wie „Koma“ und
„Schatten“ gespielt. Die Menge war regelrecht am
toben!
Eine absolute Hammer-Show, die nicht nur eingefleischte Such a Surge-Fans,
sondern auch alle anderen einfach überzeugt haben muss! Nachdem
zuletzt zu Surge's „Jetzt ist gut“ nochmal richtig abgegangen
wurde, sollte es für den weiteren Abendverlauf noch lange nicht
gut sein.
Denn dann kam ER – Farin Urlaub!
Mitglied der Ärzte, der besten Band der Welt! Das musste doch eigentlich
gut werden...
...Und ja, es wurde gut! Auch ohne die Ärzte, mit seiner Liveband
„Racing Team“ sorgte Farin für jede menge Spaß.
Die Fans wurden mit tanzbaren Melodien (Mix aus Rock, Pop, Ska) und
einer bekannten Mischung aus spaßigen und sozialkritischen Texten
beglückt.
Ohne das „Racing Team“ wäre eine derart geile Show
nicht möglich gewesen. Die Sängerinnen und Bläser rundeten
den gewohnt charmanten Auftritt von Farin ab. Es stand mit Sicherheit
kein Fuß still, stattdessen hieß es:
Tanzen, Springen, Spaß haben!
Das gleiche sollte auch als Motto beim Auftritt von Mia
gelten. Gegensätzlich zum Titel ihres aktuellen Albums „Stille
Post“, zog die Band ihre Fans durch laute Elektro-Punk-Klänge
in ihren Bann. Auch wenn nicht jedermann etwas mit dieser Musik anfangen
kann, war es jedenfalls ein mitreißender und energiegeladener
Auftritt.
Am Samstag gaben sich dann weitere deutsche Bands die Ehre. Während
die Ohrbooten durch deutschsprachigen
Rap und Raggae-Beats die Popos der Zuhörer zum wackeln brachten,
sorgten Flyswatter und El*ke
mit punkrock-Melodien für gute Laune. Danach sollten Virginia Jetzt
mit ihrer Songzeile „Zuerst kommt der Blitz, dann kommt der
Donner und am Ende ein ganzer Sommer...“ Recht behalten.
Denn während es am Freitag immer wieder regnete, zeigte sich am
Samstag sogar mal die sonne.
O.K.- nicht wirklich lange, aber es blieb zumindest trocken.
Eins steht nach dem Auftritt von Virginia jetzt
jedenfalls fest. Obwohl ihr aktuelles Album „Anfänger“
heißt, sind sie genau das definitiv nicht.
Auf die Frage „Wer hat Angst vor Virginia Jetzt?“ (Name
des Debütalbums) würde wohl spätestens nach dem Live-Auftritt
auf dem Open Flair jeder Zuhörer sagen: „Ich nicht“!!!
Denn die vier Jungs kommen äußerst sympathisch rüber
und gestalteten ihren Auftritt mit einer gesunden Portion Spaß.
Trotz guter Laune- Kommentare zwischen den Liedern, zeigten sie, dass
sie eine ernstzunehmende Gruppe sind. Die gefühlvollen und ausdrucksstarken
Texte zu popigen Gitarrenklängen haben überzeugt. Und was
bestimmt jeder Zuhörer des Auftritts bestätigen kann: Virginia
Jetzt sind wild, wahre Rocker und härter als die Toten Hosen und
die Ärzte zusammen...
Nach dem Aufgebot an deutschen Gruppen wurde nun Platz gemacht für
eine Band aus Italien namens Exilia.
Die zeigten sich fast so hart wie Virginia jetzt?. Die Bandmitglieder
um Frontsängerin Mascha hauten ordentlich rein, machten Krach und
lieferten eine powergeladene Show ab.
Als nächstes waren die Toy Dolls an der Reihe. Die vor zwei Jahren
neu formierte englische Band verbreitete extrem gute Stimmung. Punkrockhymnen
eingebettet in eine spaßige und unterhaltsame Bühnenshow
sind das Aushängeschild der Band.
Nachdem Boppin`B für den Fortbestand
des Rock`n`Roll gesorgt hatten, war es endlich Zeit für die Headliner
des Festivals: Die Toten Hosen!
Eins ist klar: Die sollte jeder mal live gesehen haben. An diesem Abend
wollten genau das auch so gut wie Jeder.
Das Festivalgelände war randvoll mit gutgelaunten Menschen, die
tierisch viel Bock auf die Toten Hosen hatten. Diese ließen es
sich auch nicht nehmen, die Fans in bekannter Manier zu begeistern.
Die Menschenmasse (und hier kann man wirklich von einer begeisterten
Masse sprechen) vor der Bühne sprang, sang, grölte und genoss
den Auftritt. Es war eine gut 1,5 stündige geile Live-Show, die
leider viel zu schnell zu ende ging. Die Atmosphäre war genial
und egal ob alte oder neue Lieder - die Fans sangen mit und gingen sowas
von ab!
Kaum waren die Hosen fertig startete das Feuerwerk
am Himmel über Eschwege. Eine eindrucksvolle und nette Sache um
den Abend langsam ausklingen zu lassen. Obwohl der dieser für viele
noch lange nicht vorbei war. Ob auf dem Festivalgelände oder auf
dem Campingplatz- es wurde noch lange gefeiert und bis spät in
die nacht Spaß gehabt. Solange, bis es in den frühen Stunden
des Sonntagmorgen anfing fürchterlich zu schütten.
Der Sonntag fiel regelrecht ins Wasser. Man hätte wunderbar noch
einen neuen Programmpunkt aufnehmen können: Schlammcatchen auf
dem Campingplatz. Wäre bestimmt eine steile Nummer gewesen!
Die Bands mussten also in strömendem Regen auftreten und für
die Zuhörer hieß das: Nass werden und frieren. Durch die
guten, energiegeladenen Auftritte war das beschissene Wetter jedoch
schnell wieder vergessen.
Ob bei Newcomern wie Madsen und Silbermond
oder der schon seit längerer Zeit etablierten Band OOmph!
hieß es für die Festivalbesucher: Gas geben und abgehen!!!
Wenn am Sonntag auch insgesamt weniger Besucher da waren, wie am Vorabend
bei den Hosen, war die Stimmung jedoch annähernd genauso gut.
Neben dem vielfältigen musikalischen Angebot auf der Sounds for
nature- Bühne und der Freilichtbühne gab es aber auch eine
Bühne für die Gesangstalente (oder die, die sich für
welche hielten?) unter den Festivalbesuchern.
Dort war eine Karaoke-Show am Start.
Es bot sich für alle Festivalbesucher (die kein Pippi in der
Hose oder einfach genügend Alkohol intus hatten) die Chance,
zu zeigen, dass sie Spaß an Rockmusik haben. Einfach Lieblings-Rocksong
auswählen und performen. Eine durchaus unterhaltsame und spaßige
Angelegenheit.
Das Open
Flair 2005 war wieder ein organisatorisch sehr gelungenes
Wochenende mit jeder Menge abwechslungsreicher Musik-Acts und guter
Unterhaltung drumherum. Daumen hoch auch für die Anschaffung zusätzlicher
Toilettenwagen. Eine durchaus sinnvolle Investition.
Dieses Festival ist einfach eine feine Sache und wir werden garantiert
nächstes Jahr wieder nach Eschwege anreisen!...Vollkommen egal
ob mit Sonnenbrille oder Regenjacke! Bis dahin ... (Johanna Corell /
Sabine Stehl)
Related Links:
open-flair.de - die
offizielle Homepage zum Festivals
Review vom Open Flair Festival 2004
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für 2006
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