Eastpak
Resistance Tour im Schlachthof in Wiesbaden (16.11.2004)
Bereits um 15 Uhr machte ich mich mit Thorsten auf den
Weg, da neben dem Konzert noch ein Interview
mit Sick of it All auf dem programm stand, worauf wir uns schon
richtig freuten. Als wir irgendwann dann um Halb fünf beim Schlachthof
waren, war natürlich noch nicht viel zu sehen, von dem was da kommen
sollte.
30 Minuten später saßen wir dann im Backstageraum, wo wir
dann auf Lou (den Sänger) warteten. Da der aber nicht kam, hat
sich Craig (der Basser) zu uns gesellt und uns rede und antwort gestanden.
Nach einem aufschlußreichen Gespräch mit Craig wollten wir
die Jungs nun aber auch Live sehen!
Dann wurden auch schon die Türen geöffnet, und bereits um
18.45Uhr wurde die Tour sozusagen eröffnet.
Anfangen durften die Suicide Machines,
die mit ihrem Ska-Punk zurzeit auch durch Deutschland touren, und die
an diesem Abend in Wiesbaden die undankbare Aufgabe hatten, zu verdammt
früher Zeit für eine kleine Menge von Hardcore-Kids Stimmung
zu machen. So bildete sich leider auch ein 10-Meter Anstandsloch vor
der Bühne. Dabei haben die Machines echt geil gespielt und viele
ihrer Hits ausgepackt. Auch die Bühnenshow des Quartetts aus Detroit
war richtig mit Energie geladen. Insbesondere die Ausflüge von
Sänger Jason in den Anstandskreis konnten die Stimmung lockern.
Scheinbar war das ganze den späteren Bands echt unangenehm, weswegen
jede Band mindestens zweimal in ihrem Set um Applaus für die Suicide
Machines bat.
Naja, nach einer halben Stunde war das Ganze auch schon vorbei, und
mit Walls of Jericho sollte es weiter
gehen. Ich habe die (wie recht viele Bands an diesem Abend) noch nie
live gesehen und war echt überrascht, wie viel Power Sängerin
Candance auf der Bühne hat. Entsprechend ging auch das Publikum
ab, das inzwischen den Schlachthof gut gefüllt hatte. Die flotte
Bühnenshow, gepaart mit dem melodiösen Metal-Core, konnte
wirklich begeistern.
Nach einer guten halben Stunde verließen sie wieder die Bühne,
um Platz für Unearth aus Boston
zu machen. Die stiegen auch gleich gut ein. Obwohl mir Walls of Jericho
besser gefallen hatten, kam bei Unearth eine noch bessere Stimmung auf.
Sänger Trevor und die beiden Gitarristen machten richtig Dampf,
besonders der Lead Gittarist ging gut ab. Das lag hauptsächlich
an der ständigen Bewegung auf der Bühne, die sich gut auf
das Publikum übertrug.
Die sehr Metal-lastigen Riffs sind sicherlich Geschmackssache, wobei
ich Unearth auch einfach als Metal Band bezeichnen würde und nicht
als Metal-Core, haben mir aber ganz gut gefallen.
So wie jede Band gab es natürlich auch bei Unearth die Circle-Pits,
wobei es hier mit am derbsten abging (von Sick of it All mal abgesehen).
Insgesamt eine gute Show, die überzeugen konnte. Als nächstes
erschien auf der Bühne der Grund für die Anwesenheit der ganzen
Rockabillys im Publikum: The Bones.
Ging bisher die Musik gut ab, so wurde es bei den Bones dann doch etwas
lockerer und melodischer. Obwohl ich z.B. Social Distortion richtig
geil finde, so fand ich die Bones echt nicht gut. Das sah das Publikum
leider anders, denn hier gab es die beste Stimmung auf dem ganzen Konzert!
Ich kann das immer noch nicht nachvollziehen, denn weder musikalisch
noch von der Bühnenschau waren die innovativ oder irgendwie besonders.
Schön waren hingegen das Winnetou Intro und die ersten „Zugabe“-Rufe
an diesem Abend, die aber nicht erwidert wurden.
Nach einer kurzen Umbaupause kamen dann die 7
Seconds an die Reihe. Ich muss gestehen, diese Band eigentlich
nur vom Namen gekannt zu haben, denn irgendwie bin ich nie auf die „gestoßen“.
Inzwischen habe ich zwar gelesen, dass ich wohl eine Hardcore-Legende
auf der Bühne gesehen habe, aber so herausragend fand ich das ganze
nicht. Ich weiß nicht, ob es am Mischer lag, aber vom Sound her
klang das an diesem Abend sehr nach einer typischen (California-)Punkband,
bzw. irgendwie erinnerte es mich an die Bouncing Souls. Nach diesen
ignoranten Einwänden von mir, die sicher dem einen oder anderen
die Zornesröte ins Gesicht getrieben haben, muss ich aber doch
zugeben, dass ich die Show echt super fand.
Die „Men in Black“ gingen gut ab, der Mitgröhlfaktor
bei ihren Songs war extrem hoch und die Stimmung im Publikum war echt
geil. Zum Set kann ich aufgrund meiner unwissenheit nicht allzuviel
sagen, außer das in der Mitte „If the Kids are united“
kam, und das man als letztes Lied „99 Red Ballons“
in einer schön langen Version zu hören bekam.
Danach wurde es aber endlich Zeit für den Headliner an diesem Abend
- Sick of it all. Nach einer längeren
Umbaupause und Intro ging es dann gleich mit „Good Lookin'
Out“ los. Die vier Jungs aus New York spielten dann ca. eine
Stunde lang ein geiles Set, in dem neben ein paar neuen Tracks viele
alte Klassiker gespielt wurden, u.a. „My Life“, „Sanctuary“,
„Call to Arms“, „Injustice System“, „Disco
Sux, fuck everything“ und „Rat Pack“.
Dabei war die Stimmung echt saugeil. Die Halle ging gut ab, der „Braveheart“
wurde wieder gemacht und die Roadies auf der Bühne bewerteten Stage-Diver
(einer schaffte es sogar auf den 4 Meter hohen Boxenturm). Nach den
ersten paar Liedern war auch die Zeit der blutigen Nasen und Lippen
vorbei, da sich alle dann ein wenig ausgetobt hatten. Nach „Step
down“ verließen die Jungs dann die Bühne, um mit
„Build to last“ und „Us vs. Them“
die einzige Zugabe an dem Abend zu geben. Um 23.45Uhr war das ganze
dann auch fertig, und ein wirklich genial guter Konzertabend war vorbei.
In den Knochen steckte das ganze zwar am nächsten Tag auch noch,
aber so gehört sich das ja auch. (bär)
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der Eastpak Resistance Tour anschauen <<<
related links:
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