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The International Noise Conspiracy (Boss
Martians, ZSK)
im Schlachthof in Wiesbaden (15.11.2004)
Der Abend begann recht hektisch, weshalb
ich leider die neue/alte Punk Hoffnung ZSK verpasste (sorry!). So kommen
wir gleich zu den „Boss Martians“
(aus Boston USA?).
Obwohl sich der Sänger den Arsch voll Wespen gestopft hat, um ´ne
riesen Show abzuziehen, war die fast leere Halle leider nicht wirklich
zu begeistern. Es war also ein typisch schleppender Anfang eines Sonntagabend-Konzerts.
Worauf der Sänger nur diesen Kommentar für Wiesbaden hatte:
„they told me before, you are a tough crowd!, ha,ha.”
Bleibt nur ihnen mehr Erfolg zu wünschen mit ihrer ersten Single-Auskopplung
“I wanna be your addiction“ vom Album „The
Set up“.
Die Musik selbst passte zum melodischen retro-rock Stil des Headliners,
jedoch waren gehörige Pop-Punk Elemente rauszuhören. Das Line-up
passte ebenso hinein: ein Gitarrist, Bass, Drums, und ein Keyboarder.
Man konnte die amerikanische Herkunft der Band am Sound festmachen.
Das gewisse Etwas der Schweden Bands macht halt doch noch mal den Unterschied,
weshalb sie ja auch Headliner waren.
Als dann auch endlich T(I)NC die
Bühne betraten stieg die Stimmungskurve auch gleich extremst an!
Erst muß ich aber an dieser Stelle die neue von Rick Rubin produzierte
Platte mit Namen „Armed Love“ vorstellen, die bei
einem Major Label erschienen ist (Universal). Entgegen der politischen
anti-kapitalistischen Haltung der Band, fügen sich T(I)NC ins Schicksal
aufsteigender Bands im Musi(c)k-Business. Nach langen Jahren bei Independents,
war es nur eine Frage der Zeit bzw. des kommerziellen Erfolgs bis sie
beim Major landen.
Nach eigener Aussage der Band war dies aber nicht nur von Nachteil.
Erst so kam der Kontakt zum vielgefragtesten Produzenten der Rock-Geschichte
nach Phil Spector, nämlich besagtem Rick (ich hab´ überall
meine Finger drin) Rubin. So empfinden auch T(I)NC ihre neueste Platte
als die gelungenste. Aus Interviews diverser Magazine war zu lesen,
dass das Songwriting auf diesem Album viel stimmiger sei und deshalb
jeder Song auf der Platte richtig Spaß machen würde auf der
Bühne zu performen. In jedem Fall haben sie nun ihren Stil gefunden
und das war auch am Abend des Konzerts zu sehen und zu hören.
Wofür T(I)NC live stehen war mir nun klar: eine fette Rock-Show
mit allem drum und dran. Die Bühne wurde richtig durchgeschüttelt
von den Jungs aus Skandinavien. Von an die Decke springen wie ein zugekokster
Derwisch bis zum Tanz eines tasmanischen Teufels war alles zu sehen
in der ansteckenden Live-Show dieser Band. Beim Song „Capitalism
stole my virginity“ sprang Sänger Dennis Lyxzen in die
Menge, um die Leute richtig zum Kochen zu bringen.
Der lange ersehnte Hit des Abends „Smash it up“
wurde als ultimative Zugabe dem Publikum entgegengeschmettert und spätestens
jetzt wußte jeder, daß sich ein T(i)NC-Konzert immer lohnt
...
Fazit: Alles in allem ein mehr als
gelungener Abend! (Nora Grodzek)
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