Wie sich
später herausstellte waren die Fans fast aus ganz Deutschland angereist
und hatten teilweise mehrere Stunden fahrt auf sich genommen, um diese
Show nicht zu verpassen! Obwohl es an diesem Abend in Strömen regnete,
tat das der Stimmung keinen Abbruch. Die offenbacher Stadthalle war zwar
nicht ganz ausverkauft aber es waren doch eine ganze Menge Wu-Fans gekommen
und an der Abendkasse gab es nur noch wenige Tickets. Da die Halle nicht
ganz gefüllt war, hatten die Besucher auch die Möglichkeit sich
zurückzuziehen und sich das Geschehen von außerhalb zu betrachten,
was aber die wenigsten taten. Der Großteil der Menge drängte
sich dicht vor der Bühne und wartete auf den großen Augenblick.
Nachdem ein DJ die Menge etwas angeheizt hatte, ging es etwa um halb zehn
mit Vollgas los und die nun folgende Wu-Tang Show sollte von Anfang bis
Ende ein einziges Highlight werden! Das pompöse Intro knallte gewaltig
als sieben, der ehemals neun Mitglieder des Clans unter tosendem Applaus
und zahlreichen "Wu! Wu! Wu!"-Rufen die Bühne betraten.
RZA, GZA, U-God,
Ghostface Killah, Reakwon,
Inspecter Deck und Masta
Killa präsentierten sich auch nach der langen Pause in absoluter
Bestform! Natürlich fehlte Ol´ Dirty
Bastard, der ja 2004 an einer Überdosis Kokain starb und auch
der, von vielen Fans herbeigesehnte Method Man, welcher Gerüchten
zu Folge, wegen unerlaubtem Besitz von Cannabis sowie fahren unter dessen
Einfluss verknackt wurde, war nicht dabei. Es wäre auch zu schön
gewesen alle verbliebenen Mitglieder auf einer Bühne zu sehen aber
auch zu siebt ließ der Show des Clan keine Wünsche offen.Stand
man, wie vorhin schon erwähnt, vorne in der Menge, blieb einem nichts
anderes übrig als komplett Steil zu gehen und mit beiden Händen
das obligatorische „W“ in die Luft zu heben. Gespielt wurde
alles was die Alben des Clans so hergaben: Darunter die Klassiker wie
„C.R.E.A.M“, „Bring DA
Ruckus“, „For Heavens Sake“,
„Tearz“, usw. Auch der verstorbene Ol'
Dirty Bastard wurde mit seinen legendären Hymnen, wie „Brooklin
Zoo“ und „Shimmy Shimmy Ya“
gehuldigt, was die Menge mit tosendem Applaus honorierte. Auch den Track
„M.E.T.H.O.D. Man“ honorierte die
Menge mit heftigstem Kopfnicken und daß, obwohl Meth's Stimme nur
vom Band kam. Als dann auch noch das Sample von „Wu-Tang
Clan“ Ain´t Nuthin´ Ta Fuck With“
einsetzte sah man Niemanden mehr still stehen und es wurde gebounced was
die Sneaker hergaben! Im gesamten verlief das Konzert ziemlich zügig,
was daran lag, das zwar ungefähr 30 Tracks gespielt wurden, aber
oftmals nur bis zur Hälfte. Die Stimmung war trotzdem von Anfang
bis Ende absolut Bombe und der Crowd blieb kaum zeit zum Ausruhen, denn
ein Höhepunkt folgte den nächsten. Vielleicht lag es auch daran,
daß der Auftritt von Wu-Tang sehr kurz wirkte. Nach 75 Minuten war
die Show nämlich abrupt zu Ende und auch das Licht in der Halle ging
sofort an. Die Hardcore-Fans schien das wenig zu überraschen, einige
Besucher zeigten sich allerdings enttäuscht, denn die Tickets hatten
immerhin 40 Euronen gekostet. Es lag aber eben auch an der monstermäßig
guten Show, daß der Gig so kurz wirkte, denn es gab nicht eine Minute
zum verschnaufen und nicht einen schlechten Song! Außerdem soll
man ja immer dann aufhören, wenn's am Schönsten ist ...
Fazit: Ein kurzes aber dennoch absolut sehenswertes Konzert-Highlight!
Zwar war der Eintrittspreis ziemlich hoch, doch was will man erwarten,
wenn man sich eine All-Star-Combo wie den Wu-Tang Clan mit insgesamt 7
Artists anschaut, von denen jeder solo so erfolgreich ist, daß er
den Clan gar nicht mehr nötig hätte. Vergleicht man das mit
einem Soloartist wie 50 Cent, erscheint der Preis dann doch absolut gerechtfertigt,
denn dessen Tickets waren deutlich teurer. Schluß also mit den Unkenrufen,
wer nicht da war sollte sich was schämen und schleunigst Tickets
für's HipHopOpen in Stuttgart kaufen!
Vorraussichtlich im Oktober erscheint dann auch das neue Album "The
8 Diagrams" und sobald es Neuigkeiten zum Thema gibt,
werden wir hier natürlich darüber berichten. (Bo)

Related Links:
www.WuTangClan.com
www.BodogMusic.com
www.Stadthalle-Offenbach.de
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