Music - so war's: Wu Tang Clan
.Furioser Auftakt zur Deutschlandtour des Wu-Tang Clan

Kaum eine amerikanische Hip-Hop Combo hat die Musik der 90er so revolutioniert, wie der Wu Tang Clan. Ihre Alben „Enter the Wu- Tang / The 36 Chambers“ oder „Wu-Tang Forever” sind schon heute absolute Klassiker und haben dabei in ihrer Frische nichts eingebußt. Auch „The W“ und „The Flag“ sind Juwelen des Ami Hip-Hop und daß die Fans das genauso sehen, zeigte der Ansturm auf das Konzert der legendären New Yorker Crew in der Offenbacher Stadthalle.
wer:
Wu Tang Clan
wann:
03.07.2007
wo:
Offenbach
(Stadthalle)
 
 
Wie sich später herausstellte waren die Fans fast aus ganz Deutschland angereist und hatten teilweise mehrere Stunden fahrt auf sich genommen, um diese Show nicht zu verpassen! Obwohl es an diesem Abend in Strömen regnete, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Die offenbacher Stadthalle war zwar nicht ganz ausverkauft aber es waren doch eine ganze Menge Wu-Fans gekommen und an der Abendkasse gab es nur noch wenige Tickets. Da die Halle nicht ganz gefüllt war, hatten die Besucher auch die Möglichkeit sich zurückzuziehen und sich das Geschehen von außerhalb zu betrachten, was aber die wenigsten taten. Der Großteil der Menge drängte sich dicht vor der Bühne und wartete auf den großen Augenblick. Nachdem ein DJ die Menge etwas angeheizt hatte, ging es etwa um halb zehn mit Vollgas los und die nun folgende Wu-Tang Show sollte von Anfang bis Ende ein einziges Highlight werden! Das pompöse Intro knallte gewaltig als sieben, der ehemals neun Mitglieder des Clans unter tosendem Applaus und zahlreichen "Wu! Wu! Wu!"-Rufen die Bühne betraten. RZA, GZA, U-God, Ghostface Killah, Reakwon, Inspecter Deck und Masta Killa präsentierten sich auch nach der langen Pause in absoluter Bestform! Natürlich fehlte Ol´ Dirty Bastard, der ja 2004 an einer Überdosis Kokain starb und auch der, von vielen Fans herbeigesehnte Method Man, welcher Gerüchten zu Folge, wegen unerlaubtem Besitz von Cannabis sowie fahren unter dessen Einfluss verknackt wurde, war nicht dabei. Es wäre auch zu schön gewesen alle verbliebenen Mitglieder auf einer Bühne zu sehen aber auch zu siebt ließ der Show des Clan keine Wünsche offen.Stand man, wie vorhin schon erwähnt, vorne in der Menge, blieb einem nichts anderes übrig als komplett Steil zu gehen und mit beiden Händen das obligatorische „W“ in die Luft zu heben. Gespielt wurde alles was die Alben des Clans so hergaben: Darunter die Klassiker wie „C.R.E.A.M“, „Bring DA Ruckus“, „For Heavens Sake“, „Tearz“, usw. Auch der verstorbene Ol' Dirty Bastard wurde mit seinen legendären Hymnen, wie „Brooklin Zoo“ und „Shimmy Shimmy Ya“ gehuldigt, was die Menge mit tosendem Applaus honorierte. Auch den Track „M.E.T.H.O.D. Man“ honorierte die Menge mit heftigstem Kopfnicken und daß, obwohl Meth's Stimme nur vom Band kam. Als dann auch noch das Sample von „Wu-Tang Clan“ Ain´t Nuthin´ Ta Fuck With“ einsetzte sah man Niemanden mehr still stehen und es wurde gebounced was die Sneaker hergaben! Im gesamten verlief das Konzert ziemlich zügig, was daran lag, das zwar ungefähr 30 Tracks gespielt wurden, aber oftmals nur bis zur Hälfte. Die Stimmung war trotzdem von Anfang bis Ende absolut Bombe und der Crowd blieb kaum zeit zum Ausruhen, denn ein Höhepunkt folgte den nächsten. Vielleicht lag es auch daran, daß der Auftritt von Wu-Tang sehr kurz wirkte. Nach 75 Minuten war die Show nämlich abrupt zu Ende und auch das Licht in der Halle ging sofort an. Die Hardcore-Fans schien das wenig zu überraschen, einige Besucher zeigten sich allerdings enttäuscht, denn die Tickets hatten immerhin 40 Euronen gekostet. Es lag aber eben auch an der monstermäßig guten Show, daß der Gig so kurz wirkte, denn es gab nicht eine Minute zum verschnaufen und nicht einen schlechten Song! Außerdem soll man ja immer dann aufhören, wenn's am Schönsten ist ...


Fazit: Ein kurzes aber dennoch absolut sehenswertes Konzert-Highlight! Zwar war der Eintrittspreis ziemlich hoch, doch was will man erwarten, wenn man sich eine All-Star-Combo wie den Wu-Tang Clan mit insgesamt 7 Artists anschaut, von denen jeder solo so erfolgreich ist, daß er den Clan gar nicht mehr nötig hätte. Vergleicht man das mit einem Soloartist wie 50 Cent, erscheint der Preis dann doch absolut gerechtfertigt, denn dessen Tickets waren deutlich teurer. Schluß also mit den Unkenrufen, wer nicht da war sollte sich was schämen und schleunigst Tickets für's HipHopOpen in Stuttgart kaufen!

Vorraussichtlich im Oktober erscheint dann auch das neue Album "The 8 Diagrams" und sobald es Neuigkeiten zum Thema gibt, werden wir hier natürlich darüber berichten. (Bo)






Related Links:

www.WuTangClan.com
www.BodogMusic.com
www.Stadthalle-Offenbach.de