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Review | Ergebnisse
Am 15.01.2005 begannen die diesjährigen Burton
European Open!
Wie auch in den vergangenen Jahren einer der Contests in Europa wo sich
trifft was Rang und Namen hat bzw. gerne Mal Rang und Namen hätte
(weil Open halt)!
Die Fakten zuerst: die BEO finden
dieses Jahr, nach bisherigen Stops in Fieberbrunn und Livigno, zum ersten
mal in Laax statt und es geht um insgesamt 125.000
$ sowie
2 Tickets zur Arctic-Challenge!
An den ersten Tagen zeigte sich Laax auch gleich von seiner sonnigen Seite
und so konnten die Contest-Teilnehmer der Junior Competitions auch gleich
mal vor einer perfekten Fotokulisse für Aufsehen sorgen.
Das sonnige Wetter am Anfang des Jahres war zwar für die Fotografen
ein Segen - doch für die Shaper war das ganze wohl eher ein Trauma
(Laax hatte wohl den besch... Winter seit langem bis dahin - die einen
meinten seit 23 Jahren wobei andere auch der Ansicht waren seit 60 Jahren,
was da jetzt stimmt, war uns ziemlich egal und fest stand aber in jedem
Falle dass der Schnee abseits der "Pisten" nicht wirklich zu
sehen war und die "Pisten" im normalen Gebiet aus Eisplatten
mit ein wenig Kunstschnee bestanden)!
Nichtsdestotrotz haben es die Shaper in Laax wirklich geschafft einen
der pefektesten Slopestyle Parcours und eine der besten Pipes ever pünktlich
zum Contest auf den Crap Sogn Gion zu stellen - wirklich
Doppeldaumen hoch für diese Glanzleistung.
Am Samstag zeigten 60 "Kids"
aus aller Welt wohin es in den nächsten Jahren beim Snowboarden gehen
wird und konnten den Slopestyleparcours im Pinball-Style mit seinen Rails
(u.a. Treppenset, up and down rollercoaster, curved Box), dem Wallride
und der Kickerlinie eindrucksvoll nutzen.
Sina
Candria aus Flims zeigte bei ihrem Heimspiel zum ersten
Male in dieser Woche, dass man noch großes von ihr erwarten kann
und Benni Urban konnte sich bei den
Jungs bis 14 Jahren durchsetzen.
Bei den älteren Jungs 14-16 Jahre wurde es für die Judges richtig
schwer denn neben Rail-Jib-Schweinereien (á la cab boardslide 180
off bzw. fs lipslide 270 off) gab es von dicken 3ern bis schönen
9ern alles zu sehen und fast alle wurden perfekt gestickt.
Am Ende konnten sich die Skandinavier Peetu Piiroinen, Juuso
Laivisto (beide Finnland), Roger Kleivdal (Norwegen) gegen
den Rest durchsetzen.
Abends ging's dann im Riders Palace
bei einer Hip-Hop Party für die Jüngsten zur Sache und zwar
ohne Alk. Ob dies der Grund war, warum man sich am Anfang nicht so richtig
näher kam oder ob es doch eher am Alter hing - ich weiss es nicht,
aber irgendwie dauerte es seine Zeit bis die Sache so richtig anlief und
man sich zum Popowackeln entschloss.
Eigentlich war der Sonntag der absolute
Summercamptag, mit einer perfekten Pipe, Bluebird Wetter, Kracher-FahrernInnen,
sowie Temperaturen zum T-Shirt tragen, eigentlich war alles da was den
Tag an der Pipe im Summercamp perfekt macht - einzig der Blick in den
Kalender zeigte dass da irgendwas nicht stimmte JANUAR?!
Wie
Anfangs schon erwähnt hatte sich über Nacht am Wetter nichts
geändert und so war wieder einmal alles perfekt für die Fahrer
und Photografen. Die Finalisten des Junior Halfpipe Contests zeigten aber
trotz der Wetterkapriolen dass die Pipe optimal geshapt war und dass man
dort richtig Gas geben konnte.
Im Finale, welches im KO-Modus ausgetragen wurde, d.h. jeweils zwei Rider
treten gegeneinander an und derjenige der zuerst zwei Runs gewonnen hatte
(Best of three) war weiter, zeigten dann die Jungs zwisschen 14-16 Jahren,wie
spannend man ein Finale gestalten kann.
Keiner
der Finalisten gab sich nur noch mit Standard Airs zufrieden - Nein, jetzt
wurde alles gegeben und so gab's dann auch keine Airs mehr die nicht mindestens
2 Meter hoch waren, schöne 540 Grabs, McTwists, Haakon-Flips und
sogar 900° Rotations konnte man sich in Perfektion anschauen.
Hier musste man sich ab und zu schon noch fragen, was denn erst die Pros
abliefern würden wenn die "Kleinen" schon soviel Gas gaben...
Hervorzuheben wäre noch, dass Iouri
Podladtchikov sich in einem Finallauf das Brett brach (zum Glück
beim letzten Trick im Lauf) und er sich mal eben gerade ein "neues"
Brett auf dem Weg zum nächsten DropIn besorgen musste, was aber kein
Problem darstellte und er die Schweiz oder doch eher Russland (?) sicher
auf's Podest führte.
Auch die Mädels zeigten vorher schon was in der Pipe alles möglich
ist und Rossignol scheint da eine richtig gute Pipe Connection an Land
gezogen zu haben - von den Mädels wird man auf jeden Fall noch so
einiges hören und sehen.
Die beste Quote gab's bei der Siegerehrung bei den Mädels bis 14
Jahre von Manuela von Aesch die meinte
nämlich in feinstem Schwitzerdütsch auf die Frage ob es für
sie etwas Besonderes wäre die BEO zu gewinnnen "Ja, gewinnen
ist immer gut!". Dem kann ich soweit nichts mehr hinzufügen
außer dass man den "Young Guns" wirklich angemerkt hat
wieviel Spaß sie an der ganzen Sache hatten - Jeder hatte an diesem
Tag ein dickes, fettes Grinsen im Gesicht!
Am Montag dem 17.01. zeigte sich das
Wetter ein weiteres Mal von seiner besten Seite und so bekamen die Zuschauer
und Rider wieder einmal in Genuß von perfektem Fahren in einem perfekten
Slopestyle-Park zwar etwas eisig aber perfekt geshaped.
Die
meisten Rider hatten dann auch Glück und konnten ihre Slopestyle
Qualification-Runs auch in der Sonne fahren einzig bei den letzten Heats
lag der Park dann auch im Schatten.
Leider war einigen Pros, die ich persönlich auch gerne gesehen hätte
(u.a. Chris Kröll, Iker Fernandez) der Park zu eisig und zogen es
vor, heil durch den nächsten Pulver zu pflügen - wenn der denn
irgendwann kommen sollte. Wie wir alle mittlerweile wissen, kam er ...und
die Jungs hatten bestimmt ihren Spaß!
Die
meist gefahrene Line sah in etwa so aus:
Vom Starthügel aus ging's direkt auf ein Rail am Treppenset, danach
folgte eine 4 Meter hohe Quarter-Wall, dann ab aufs Curve-Rail. Im Anschluß
folgte dann die eigentliche Kicker-Line,
3 Hits, bei denen zumeist mehrere verschiedene Abschussrampen zur Verfügung
stehen. Die gefahrenen Lines ähnelten sich sehr, das Leistungsniveau
war heute jedoch zum ersten mal sehr unterschiedlich, hier zollten doch
einige Fahrer dem eisigen Kurs, mit Recht, Respekt. Auf der Kickerline
mußten die Rider jeden Trick sauber landen, um genügend Gas
für den nächsten Hit zu haben. Dies gelang jedoch nur einigen
und so kamen einige Fahrer mit zu wenig Geschwindigkeit über den
letzten Kicker, so dass es nur noch zu einem Straight-Jump reichte.
In der Pipe begann am Montag auch das Training der Pros und die ließen
einen ab und zu erahnen, was in der Pipe bis zum Ende der Woche noch kommen
würde...
Am Dienstag kam dann der große
Tag von Drew Stevenson der es sich nicht nehmen ließ sein
Können in der Pipe zu zeigen und die Qualifications mitzufahren -
leider hat das dann doch nicht so geklappt (9 Pkt von 100) und er sollte
dann wohl doch bei der Organisation der TTR-Tour und beim Moderieren des
Slopestyle Contests bleiben.
Das
Wetter welches an diesem Tag wirklich extremst ungemütlich (Nebel
und A....kalt) war, machte den Ridern in der Pipe auch sichtlich zu schaffen
und so trennte sich ziemlich schnell die Spreu vom Weizen.
Grau in grau und ziemlich kühl präsentierte sich der Tag und
so wurde die Pipe am Crap Sogn Gion auch richtig "schön hart"
oder war's schon eisig? Jedenfalls klebte am Cooping soviel Signalfarbe,
dass man Problemlos den Firmenparkplatz von nächsten Autohändler
hätte umlakieren können, denn sonst hätte wohl kein Fahrer
den Absprung erkannt.
Wer es schaffte einige gute und hohe Hits im oberen Teil der vereisten
Pipe zu landen war auch ganz schnell weiter. So schafften es zum Beispiel
auch Pascal Imhof oder Thomas Harstadt sich in ihrem
Gruppen als erste zu qualifizieren. Hervorzuheben wären noch Christian
Haller und Iouri Podladtchikov die es als Finalisten der
Junioren auch ohne Probleme in der Qualifikation der Pros schafften die
Judges zu überzeugen.
Der
Mittwoch brachte dann das was einige
sehnlichst erwartet hatten Schnee und die Qualifikationen im Slopestyle
für's Semifinale.
Das bedeutete für alle Anwesenden zwar Spaß, aber auch eine
Bremse auf dem Slopestyle Kurs, da der neue Schnee einige Fahrer ausbremste
bzw. die Sicht so prickelnd war, dass man mit Warp 5 über einen Kicker
gehen konnte und sich dabei sicher fühlen konnte.
Bei den Herren verabschiedeten sich auch ein paar Big-Names wie David
Benedek oder Nicolas Müller, die zwar erst heute in
den Contest eingriffen (da geladene Gäste), gleich wieder aus dem
Rennen um das Preisgeld.
Bei den Damen zeigte Conny Bleicher an diesem Tag mal wo der
Hammer hängt und konnte sich mal problemlos vor alle anderen Mädels
schieben und das mit einem Abstand, der die Konkurenz sicherlich schon
mal etwas nachdenklich werden ließ...
Der Donnerstag brachte dann dass was
sich kein Veranstalter wirklich wünscht - Änderungen im Zeitplan!
Die
Damen hatten noch Glück im Unglück und konnten ihre Qualifikation
für das Semifinale am Freitag stattfinden lassen, aber die Männer
die eigentlich heute mit dem Semifinale dran gewesen wären, mussten
dran glauben und Petrus Tribut zollen. Der Wind war einfach zu stark und
es war nahezu unmöglich einen guten Run hinzubekommen, deswegen Doppeldaumen
hoch für die Mädels die sich durch ihre Qualifikationen gequält
haben.
Hervorzuheben bei den Mädels wäre Sina Candria ihres
Zeichens schon Gewinnerin bei den Junioren zeigte den anderen Mädels
mal, dass man auch in einer eisigen Pipe "steil" gehen kann
und katapultierte sich in jedem Run ein gutes Stück höher aus
der Pipe raus als der Rest. Conny Bleicher machte an diesem Tag
mal halbe Sachen und fuhr nur einen Qualifikationsrun, was ihr aber vollkommen
ausreichte um sich problemlos fürs Finale zu qualifizieren.
Abends gab es dann im Riders Palace ein Konzert mit "Björn
again" wo es sich schon mal abzeichnete dass Party feiern
noch nicht ganz aus dem Trainingsplan eines Snowboarders verschwunden
ist...
war halt ein netter Abend für Alle Beteiligten
Am Freitag passierte Contestmäßig
mal gar nichts da der Wind nichts zuließ und der Schnee fiel und
fiel und fiel!
Nachts gab sich Busta
Rhymes dann die Ehre im Riders Palace und eine weitere Party der BEO
wurde gefeiert!
Samstag, 22.01. 70 cm fresh and pure
Powder!
Spaß für Alle - außer man muss einen Contest fahren!
Gegen
Mittag wurde dann aus der Pipe von vielen, vielen Helfern auch wieder
eine fahrbare Pipe und so konnte erst das Halbfinale der Männer und
danach direkt auch das Finale der Männer ausgefahren werden.
Andy Finch rockte die Pipe
und das ein gutes Stückchen - äähhhh Stockwerk höher
als der Rest und gewann mit Sicherheit mehr als verdient! Die Judges waren
nach dem ersten Run von Mr. Finch so geschockt, dass sie ihm erstmal 96
Punkte von möglichen 100 gaben, was einer vorzeitigen Krönung
zum Pipe-König gleichkam. Keir Dillon ging die Sache etwas
technischer aber eben nicht ganz so hoch an und wurde verdient Zweiter.
Beim Finale der Damen wurde leider nur der erste Run gezählt, da
es abends einfach zu dunkel war um zwei Runs zu fahren! Kelly
Clark wurde aber auch hier verdient Erste und konnte sichtlich
zufrieden damit sein und vielleicht hatte sie auch Glück, dass Sina
Candria nicht die Chance bekam noch einen zweiten Lauf zu fahren, denn
vielleicht wäre es dann nochmal eng geworden für Kelly!
Am
Sonntag, dem eigentlichen Ausweichtag,
musste auch der Contestbeginn der Slopestyle-Finals verschoben werden
auf 11.00 Uhr. Der Nebel und Schnee machte es wieder einmal sehr schwer
für die FahrerInnen und so wunderte man sich am Ende doch über
die Professionalität der Rider und die Routine mit der sie ihre Runs
abspulten.
Überraschend setzte sich bei den Männern Chris
Sörman durch wobei die meisten sicherlich Marko Grilc
auf der Rechnung gehabt hatten, der wurde dann Zweiter und man muss sagen
dass sich Beiden nicht viel nahmen und es sich bei Beiden um nette Jungs
mit technisch anspruchsvollem und sauberen Riding handelt.
Natasha Zurek überzeugte die
Judges mit soliden Runs und nahm den Sieg auch verdient mit nach Hause!
Alles in Allem ein Contest der sicherlich nicht nur mir in Erinnerung
bleiben wird sondern auch all den Fahrern die eine perfekte Organisation
und einen perfekten Slopestyle-Kurs bzw. eine perfekte Pipe erleben durften! (MC)
Hier die Ergebnisse aller Gruppen:
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