Burton European Open 2006

  wann
was
Tag 1 / 14.01.2006
Tag 2 / 15.01.2006
Tag 3 / 16.01.2006
Slopestyle Qualification Men
Tag 4 / 17.01.2006
Halfpipe Qualification Men
Tag 5 / 18.01.2006
Alle Events wurden wegen starkem Schneefall und Nebel abgesagt!
Tag 6 / 19.01.2006
Slopestyle Semi Finals Men + Women
Slopestyle Finals Men + Women
Laax Vegas Gambling Night & Party mit Russkaja live
Tag 7 / 20.01.2006
Halfpipe Qualification Women | Halfpipe Semi Finals Men
Laax Vegas Gambling Night & Party mit Russkaja live
Tag 8 / 21.01.2006
Halfpipe Semi Finals Women | Halfpipe Finals Men + Women

"WELCOME TO LAAX VEGAS"
Burton European Open 2006 - (CH) Laax, 14.01. - 21.01.2006

Zum siebten Mal finden mittlerweile die "Burton European Open" statt. Europas größtes Snowboardvent gastiert 2006 zum zweiten Mal in Laax (CH) und macht den Schweizer Schneeort wieder einmal zum "Place To Be" für alle Boardsportbegeisterten. Dass es in Laax eine der besten Superpipes Europas gibt, ist ein guter Grund, sich das Örtchen auszusuchen. Was sich dieses Jahr besonders gut kombinieren lässt, ist die Tatsache das der traditionsreiche Schweizer Ort in der Alpenarena dieses Jahr "20 Jahre Snowboarden" feiert. Und was wäre für diesen Anlass denn nicht besser, als Europas größtes und aufwendigstes Snowboardevent.

Vom 14. - 21. Januar treffen sich die internationale Snowboardelite, Junioren-Rider und alle, die irgendwie dazugehören (internationale Medien) in Laax um dort Snowboarden zu zelebrieren. Über 500 Rider versuchen in dieser Woche Ruhm und Ehre zu ernten und die 125.00 US-Dollar Preisgeld zu gewinnen. Auf dem Crap Sogn Gion, inmitten der weissen Arena Laax, präsentieren die Organisatoren, Sponsoren und Shaper einen Slopestylekurs (mit einer insgesamten Parklänge von 560 m) und eine Halfpipe (mit den Traummaßen von 140 m Länge und 6 m Höhe) die im internationalen Vergleich ihres gleichen suchen kann.

Das Thema unter dem der grösste europäische Snowboardcontest in diesem Jahr steht, lautet "Casino - Gambling" und so entführt das Rahmenprogramm und das Design in diesem Jahr in die Glitzerwelt von LAAX-VEGAS rund um Roulettte, Black Jack, Poker,... Das dürfte es dem einen oder anderen Rider, egal ob geladen oder nicht, sicher schwer machen sich aufs Fahren zu konzentrieren aber den letzten "Test" vor den olympischen Spielen sicherlich um einiges entspannter und lustiger gestalten als die olympischen Spiele in Turin.

Die Burton European Open sind in zwei verschiedene Disziplinen unterteilt, die beide einiges von den Ridern abverlangen:
 

Halfpipe
 
Wie im Vorjahr hat die diesjährige Superpipe auf dem Crap Sogn Gion wieder einiges zu bieten: mit einer Gesamtlänge von 140 m und einer Höhe von 6 m wirkt die Superpipe auf den ersten Blick einfach gigantisch, wenn nicht sogar angsteinflössend. Das Zaugg Pipemonster, das hier verwendet wird, gibt es in dieser Form nur in Laax. Es wurde von Snowboard-Head Reto Poltera so umkonstruiert, dass die Fahrer noch mehr Höhe und Transition gleichzeitig bekommen. In der 140 m langen Schneeröhre sind somit bis zu 8 Tricks mit mehr Airtime für die Rider möglich.
 

 

Slopestyle
 
Die Disziplin Slopestyle ist eine Sache für sich und nicht strikt einzuordnen, da kein Parcours dem anderem gleicht. Je nach Gelände werden die verschiedenen Obstacles wie Kicker, Rails, Boxes oder Walls individuell angeordnet, was dem Ganzen einen einzigartigen Touch gibt. Dieses Jahr startet der Slopestyle-Parcours auf der BEO mit einer Premiere: dem Drop-Start. Die Fahrer haben hierbei die Möglichkeit aus drei verschieden hohen Anfahrtsluken (1, 3, 5 m) auszuwählen und sich somit den für sie perfekten Start in den 560 m langen Parcours zu sichern.
 

 

Invited Riders (Erläuterung: SS = Slopestyle | HP = Halfpipe)

Men

Chris Sörman (SWE) - SS
Marko Grilc (SLO) - SS
Torstein Hogmo (NOR) - SS
Sani Alibabic (AUT) - SS
Iikka Backström (FIN) - SS
Mikkel Bang (NOR) - SS
David Benedek (GER) - SS
Eero Ettala (FIN) - SS
Filippo Kratter (ITA) - SS
Joni Malmi (FIN) - SS
Kalle Ohlson (SWE) - SS
Quentin Robbins (NZE) - SS
Gigi Rüf (AUT) - SS
Heikki Sorsa (FIN) - SS
Marc Andre Tarte (CAN) - SS
Antti Autti (FIN) - SS + HP
Markus Keller (SUI) - SS + HP
Risto Mattila (FIN) - SS + HP
Nicolas Müller (SUI) - SS + HP
Iouri Podlatchikov (RUS) - SS + HP
Mathieu Crepel (FRA) - HP
Iker Fernandez (SPA) - HP
Eirik Haugo (NOR) - HP
Xaver Hoffmann (GER) - HP
Frederik Kalbermatten (SUI) - HP
Markku Koski (FIN) - HP
Giacomo Kratter (ITA) - HP
Vinzenz Lüps (GER) - HP
Christophe Schmidt (GER) - HP
Gian Simmen (SUI) - HP
Takumi Suzuki (JPN) - HP

Women

Natasza Zurek (CAN) - SS
Meri Peltonen (FIN) - SS
Cheryl Maas (NED) - SS
Lisa Filzmoser (AUT) - SS
Anne Flore Marxer (SUI) - SS
Alexis Waite (USA) - SS
Anne Molin Kongsgaard (NOR) - SS + HP
Silvia Mittermüller (GER) - SS + HP
Cecile Alzina (FRA) - HP
Sina Candrian (SUI) - HP
Paulina Ligocka (POL) - HP
Lesley McKenna (GBR) - HP
Manuela Pesko (SUI) - HP
Dorianne Vidal (FRA) - HP
 
 
 
Tag 1 / Samstag, 14.01.2006
 
Die siebte Runde der Burton European Open wurde mit dem Slopestyle der Junioren bei strahlendem Sonnenschein und unter optimalen Bedingungen auf dem Crap Sogn Gion eröffnet. Wie schon in den Vorjahren steht auch diesmal das erste Wochenende der BEO ganz im Zeichen der Youngsters, die auf dem gleichen Kurs wie die Prorider ihr Können unter Beweis stellen durften.
 
Insgesamt gingen 60 Junioren, die in zwei Altersgruppen (bis 14 Jahre, 14-16 Jahre) eingeteilt wurden , im aufwendig gestalteten Parcours mit Cornern, Kickern und Rails an den Start und zeigten auf einer Gesamtparklänge von 560 m mit vielen Trickkombionationen, was sie auf dem Board drauf haben.
 
Dass sich das Niveau immer höher entwicklet, wurde bei den acht Finalisten des Slopestylecontest wieder einmal deutlich. Bei den Jungs konnte sich der Schweizer Christian Haller vor allen anderen mit einem erstklassigen Run und Tricks wie einen perfekt gestandenen Switch Backside 9 durchsetzten. In der Gruppe der Mädels lagen wie im vergangenen Jahr die Schweizerinnen ganz vorne: Emilie Aubry und Nadja Purtschert feierten einen Doppelsieg.

RESULTS:
 
 
Slopestyle Juniors Men
01. Christian Haller (SUI)
02. Bobby Witty (USA)
03. Carl Yngvar Christensen (NOR)
04. Fredrik Scuderi (NOR)
05. Roni Rintala (FIN)
(Benny Urban "Deutschlands finest" landete auf Platz 29)

Slopestyle Youth Boys
01. Ben Watts (USA)
02. Hans Mindnich (USA)
03. Dimi de Jong (NED)
04. Kevin Backström (SWE)
05. Nils Mindnich (USA)

Slopestyle Juniors Girls
01. Emilie Aubry (SUI)
02. Nadja Putschert (SUI)
03. Melanie Hofmeister (GER)
04. Claudia Meisser (SUI)
05. Elza Sile (LAT)

Slopestyle Youth Girls
01. Stephanie Reynders (BEL)

 
Tag 2 / Sonntag, 15.01.2006
Fotogalerie

 
Auch am zweiten Tag der Burton European Open herrschte in Laax traumhaftes Winterwetter. Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel, an dem kein Wölkchen in Sicht war, schafften für die Youngsters wieder optimale Vorraussetzungen, um den "Großen" zu zeigen, dass auch sie die monströse Superpipe (die es nebenbei in dieser Form nur in Laax gibt) beherrschen. Insgesamt stellten sich am heutigen Tag 60 Freestyler aus insgesamt 17 Nationen (inklusive USA und Neuseeland) der
140 m langen und 6 m hohen Superpipe.

Die fünfköpfige Jury hatte es heute auf jeden Fall nicht einfach, einen Sieger zu küren, da jeder Rider ganz auf "Vollgas" programmiert war. In der Kategorie Junioren Boys zwischen 14 und 16 Jahren lieferten sich im Finale der Top 8 vor allem die beiden Schweizer Christian Haller und Daniel Friberg ein spannendes Duell. Legte Christian "Hitsch" Haller in seinen Runs back to back 9er und back to back 7er vor, wurde es immer wieder spannend, wenn Daniel Friberg die Pipe ein gutes Stück höher "missbrauchte".
Roni Rintala wusste mit schönen Tailgrabs zu beeindrucken, hatte aber ebenso wie Fabian Fassnacht, der in seinen Runs sehr clean und mit sehr viel Style unterwegs war, nichts mit den Podiumsplätzen zu tun.
Am Ende konnte der 16-jährige Local Daniel Friberg die Jury mit sehr hohen und cleanen Tricks in Kombination mit sehr viel Style überzeugen und seinen ersten großen Sieg nach Hause fahren. Seine drei Runs waren alle durchweg gut, mit einem Frontside Nosebone, gefolgt von einem Backside 540 Mute Grab, Frontside 5 Melon Grab, Tailgrab, Lean Air und einem Backside 9 am letzten Hit hatte er die Sache respektwürdigend klar gemacht.

Christian Haller
aus Zernez kam nach seinem gestrigen Sieg im Slopestyle Contest auf einen guten zweiten Platz. Der Schweizer legte aber auch einen super Run hin: beginnend mit einem Lean Air, gefolgt von einem Method, Frontside 9 to Backside 9 Kombo, Frontside 7 und einem Switch Backside 7. Burton Fahrer Manuel Pietropoli aus Italien belegte den dritten Platz. Die acht Finalisten des Junioren Halfpipe Contest hatten drei Runs, wobei wieder nur der beste für das Endergebnis zählte.

Bei den Mädels sicherte sich in der Disziplin Halfpipe die Schweizerin Emelie Aubry wieder einmal den ersten Platz auf dem Siegertreppchen. Ein tolles Wochenende für die junge Schweizerin, da sie am Vortag schon in der Disziplin Slopestyle gezeigt hat, wo es lang geht, und mit einem Doppelsieg (und zwei Landrover Fahrrädern) nach Hause fahren kann.

Hier geht's zur Fotogalerie von den Halfpipe Finals der Junioren

RESULTS:

Halfpipe Youth Girls (bis 14 Jahre)
01. Stephanie Reynders (BEL)

Halfpipe Youth Girls (14-16 Jahre)
01. Emelie Aubry (SUI)
02. Kendall Brwon (USA)
03. Stephanie Weber (SUI)

Halfpipe Youth Boys (bis 14 Jahre)
01. Ben Watts (USA)
01. Nico Kurz (SUI)
02. Hans Mindich (USA)
03. Nils Mindich (USA)

Halfpipe Youth Boys (14-16 Jahre)
01. Daniel Friberg (SUI)
02. Christian Haller (SUI)
03. Manuel Pietropoli (ITA)
 
Tag 3 / Montag, 16.01.2006
Fotogalerie

Am dritten Tag der BEO fanden oben auf dem Crap Sogn Gion die Qualifikationsläufe für das Halbfinale der Herren im Slopestyle statt. Wie schon an den Vortagen zollte Petrus Europas größtem Snowboard Event wieder seinen Tribut und sorgte für schönstes Winterwetter.

Die besten fünf Fahrer pro Heat sowie die vier besten Fahrer außerhalb der Top Five mit den höchsten Scores dürfen in den Halbfinalläufen erneut zeigen, dass sie ihr Board und ihre Nerven unter Kontrolle haben und den Slopestyle Parcour problemlos und mit fetten Tricks zu meistern wissen. Was jedoch nicht schwer fallen dürfte, da die Fahrkünste und Tricks der heutigen Rider extrem hoch waren. Egal ob weiter gekommen oder nicht, es gab von fast allen Ridern interessante Tricks über die Kicker zu sehen...

Eirik Haugo konnte mit schönen inverted Spins über den 1. Kicker begeistern, Yuha Nakayama katapultierte sich im Kamikaze-Style per Backflip über die Corner, der Local Beat Decurtins war der einzige Rider in den Heats der sich über das große Rail traute, Peter Strom entäuschte in seinem
1. Lauf zwar zeigte aber im 2. Lauf, dass er auch mit 32 Jahren noch nicht zum alten Eisen gehört,
sein "Alters"kollege, Langzeit Pro und Idol Alexi Vanninen zeigte mit dicken BS3ern über die Corner, dass er es noch immer drauf hat. Juuso Laivisto war ziemlich hoch unterwegs und zeigte, wie auch schon im letzten Jahr eine ordentliche Portion Style bei den Spins, Andreas Moen zeigte Stylo Spins (7er & 9er) mit Endlosgrabs
und Matevz Petek hatte mit Abstand die cleansten Tailgrabs über die Corner in seinem Heat.

Die bereits qualifizierten Fahrer können sich am Mittwoch schon mal auf ein heißes Duell ums Weiterkommen in das Slopestyle-Finale der diesjährigen BEO einstellen. Fotogalerie anschauen

RESULTS:  
 
Heat I Men
01. Nick Sauve (USA) - 505 points
02. Jukka Eratuli (FIN) - 476 points
03. Rudi Kröll (AUT) - 461 points
04. Sami Saarenpää (SUI) - 452 points
05. Séverin de Courten (SUI) - 447 points

Heat II Men
01. Peetu Piiroinen (FIN) - 459 points
02. Erik Botner (NOR) - 424 points
03. Ulrik Badertscher (NOR) - 420 points
04. Ville Uotila (FIN) - 412 points
05. Benedikt Nadig (SUI) - 408 points

Heat III Men
01. Andrea Moen (NOR) - 488 points
02. Matevz Pristavec (SLO) - 450 points
03. Erik Haugo (FIN) - 442 points
04. Per Iver Grimsrud (NOR) - 436 points
05. Henning Marthinsen (NOR) - 418 points

Heat IV Men
01. Jakkoo Ruha (FIN) - 442 points
02. Janne Korpi (FIN) - 441 points
03. Juuso Laivisto (FIN) - 422 points
04. Gustav Een (SWE) - 413 points
05. Ed Gunn (UK) - 394 points

Rider mit den besten Scores außerhalb der Top 5
Christian Halland (NOR) - 424 points
Reinhard Rieser (AUT) - 407 points
Juha Rautanen (FIN) - 405 points
Roger Kleivdal (NOR) - 399 points
 
Tag 4 / Dienstag, 17.01.2006
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Heute fanden oben am Grap Sogn Gion die Qualifikationsläufe der Herren für das Halbfinale in der Halfpipe statt. Am vierten Tag der Burton European Open herrschte erstmals seit Beginn kein traumhaftes Winterwetter. Heute war es leider etwas wolkenverhangen und die Sichtverhältnisse in der Pipe waren nicht die Besten. Nichts desto Trotz konnte das keinen der 85 teilnehmenden Rider aus 17 (!) verschiedenen Nationen davon abhalten, in der Pipe ihr Bestes zu geben um sich für die Semi Finals am kommenden Freitag zu qualifizieren.

Wie in den Qualifikationsläufen für die Slopestyle Semi Finals kamen auch heute die besten fünf Fahrer pro Heat sowie die vier besten Fahrer außerhalb der Top Five mit den höchsten Scores weiter. Die 24 besten Fahrer von heute werden sich dann am Freitag mit den eingeladenen Fahrern messen müssen.

Besonders aufgefallen sind heute folgende Rider:
Davide Buvoli
, der mit einem superhohen Run und riesigen 540ies auf sich aufmerksam machte. Genauso Pascal Imhof, der ein gutes Stück höher und stylisher unterwegs als der Rest (er hatte definitv den höchsten und schönsten first Air in der zweiten Session). Korath Wright hatte einige schöne Spins in der richtigen Höhe auf Lager und kam zu Recht auf Platz 1 seines Heats, Quentin Robbins hatte den weiten Weg von Neu Seeland auf sich genommen und war definitiv eine Bereicherung für den Contest: mit seinem super-cleanen Style konte er wirklich beeindrucken - jeder Grab war da, wo er sein musste und an Höhe mangelte es ihm auch nicht! Besonders toll war der Lauf von Heppu Pentti nicht, er zeigte zwar einige schicke, hohe Airs, aber leider war nach der Hälfte der Pipe Schluss. Stefan Falkeis zeigte solide, hohe Runs, die er immer mit stylishen 720°Spins garnierte und kam zu Recht auf Platz 1 seines Heats. Auch Drew Stevenson, der den meisten Leuten von der Ticket To Ride-Tour bekannt sein müsste, ließ es sich nicht nehmen, just for fun (und mit nacktem Oberkörper!) an den Qualifikationsläufen teilzunehmen und erzielte den Best Score ever.
Das Level im Heat 1 der ersten Session war den Punktzahlen nach so verdammt hoch (der Dritte des Heats hatte immer noch mehr Punkte als
die Ersten der anderen Heats & Sessions), dass man schon gespannt sein kann, ob es nicht zur großen Überraschung kommt und der eine oder andere Fahrer, der den langen Weg über die Qualifikation ins Halbfinale nehmen musste, einen der Invited-Prorider rauswerfen wird. Fotogalerie anschauen


RESULTS:
 
 
Session I, Heat I
01. Yuya Nakayama (JAP) - 248 points
02. Mario Käppeli (SUI) - 199 points
03. Jody Koenders (NED) - 183 points
04. Toni Suetovius (GER) - 176 points
05. Lars Magnus Brynildsrud (NOR) - 176 points

Session I, Heat II
01. Janne Korpi (FIN) - 279 points
02. Henning Marthinsen (NOR) - 264 points
03. Peetu Piiroinen (FIN) - 254 points
04. Tore Holvik (NOR) - 211 points
05. Torgeir Berre (NOR) - 208 points

Session II, Heat I
01. Stefan Falkeis (AUT) - 239 points
02. Pascal Imhof (SUI) - 229 points
03. Torstein Horgmo (NOR) - 222 points
04. Davide Buvoli (SUI) - 213 points
05. Joacim Nyhaugen (NOR) - 206 points

Session II, Heat II
01. Korath Wright (CAN) - 252 points
02. Pascal Imhof (SUI) - 185 points
03. Quentin Robbins (NZE) - 182 points
04. David Mol (NED) - 181 points
05. Colin Frei (SUI) - 179 points

Rider mit den besten Scores außerhalb der Top 5
Toni Markus Turunen (FIN) - 203 points
Kim Rune Hansen (NOR) - 189 points
Iikka Backström (FIN) - 185 points
Erik Botner (NOR) - 172 points
 
Tag 5 / Mittwoch, 18.01.2006

Heute gab's leider nichts zu berichten, außer dass man wundervoll powdern konnte!
Die für heute angesetzten Wettbewerbe fielen den seit gestern Abend andauernden Schneefällen zum Opfer. Stündlich ca. 15 cm Neuschnee und Sichtweiten unter 50 m machten es heute unmöglich die Slopestyle Qualification Women und Slopestyle Semi Finals Men durchzuführen.

Ob und wie es morgen weiter gehen wird, stand heute zu Redaktionsschluss noch nicht fest. Im Moment heißt es entweder abwarten und Tee trinken oder sich sein Board schnappen und powdern gehen. Fakt ist: Es schneit ohne Ende und dem Himmel nach zu urteilen, wird das wohl auch noch die ganze Nacht andauern. Die Shaper können sich auf jeden Fall schon mal auf eine ganz laaange Session einstellen, um den Slopestyle wieder fresh zu machen.
 
Tag 6 / Donnerstag, 19.01.2006
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Nachdem einen Tag zuvor alle geplanten Events aufgrund von starken Schneefällen und Nebel abgesagt werden musste, erwartete uns heute wieder traumhaftes Winterwetter. Die Contestbedingungen hatten sich außerdem verbessert, da der Boden aufgrund des vielen Neuschnees nicht mehr so hart war und sich die Fahrer so auch gewagtere Tricks trauten. Beim heutigen Slopestyle Finale der Herren war das Riding-Level enorm hoch. Die 48 Fahrer aus 11 Nationen lieferten unglaubliche Tricks und Kombinationen über Corner, Kicker, Rails und Walls. Jeder Rider hatte wie schon in den Qualifikationsläufen wieder zwei Runs, wobei der bessere für das Endklassement zählte.

Die teilnehmenden Fahrer aus Nordeuropas präsentierten sich in Bestform. So wie die Schweizer die Junioren Contests unter sich ausmachten, dominierten heute die Finnen vor allen anderen den 560 m langen Parcours und konnten einen Dreifachsieg nach Hause fahren. Der 17-jährige Burton Rider Peetu Piiroinen aus Finnland siegte vor seinem Landsmann, dem Halfpipe-Weltmeister Antti Autti, und der dritte Platz ging an den finnischen Newcomer Janne Korpi. Die nordländische Top 16 durchbrach lediglich der Franzose Mathieu Crepel als Achter. Die besten Rider aus dem deutschsprachigen Raum waren David Benedek (18.), Christian Haller (32.) und Sani Alibabic (35.). Der Slopestyle Junioren Gewinner Christian "Hitch" Haller war somit der beste Schweizer in der Erwachsenwertung der diesjährigen BEO, seine Schwester Ursina Haller tat es ihm gleich und wurde als fünfte im Slopestyle Contest der Damen ebenfalls die beste Schweizer Fahrerin.

Peetu Piiroinen, der bei der BEO 2005 bereits den Junioren Titel im Slopestyle holte, demonstrierte heute eindrucksvoll, dass er fähig ist, einen Contest zu gewinnen, bei dem einige der weltbesten Fahrer am Start sind. Piiroinen beeindruckte mit sauberem Style und sicherte sich seinen Sieg durch seinen 2. Run: Stalefish über die Corner, Backside 9 to Cab 9 Kombo über die Kicker, Backside 7 Mute über den letzten Jump und einem Layback am Wallride. Der zweitplatzierte Antti Autti überzeugte die Judges mit einem beeindruckenden Run, in dem er drei 900ern (!) einbaute: Indy an der Corner, Frontside 9 Tailgrab, Cab 9 Nosegrab, ein weiterer Cab 9 an den Kickern und einem Nollie Disaster am Wallride. Der dritte Finne auf dem Podium Janne Korpi zeigte in seinem Top Run einen Nosegrab an der Corner, Frontside 9 Melon to Switch Backside 9 Kombo, Backside 9 am letzten Jump und Rock-to-fakie am Wallride.

Die Damen fuhren den gleichen Parcour wie die Heren, Natasza Zurek konnte ihren Vorjahressieg erfolgreich verteidigen und sicherte sich so ihren bereits vierten Burton European Open Titel. Die Holländerin Cheryl Maas kam auf den den zweiten Platz vor der Österreicherin Claudia Fliri.

Vorjahressiegerin Natasza Zurek überzeugte mit einer Back to Back 5 Kombo und einem fetten Backside 360. Die Holländerin Cheryl Maas folgt ihr auf dem zweiten Platz und ihr Run war der Talk des Tages! Cheryl startete mit einem Boardslide an der Corner, stürzte im In-Run des ersten Kickers, schnallte das Board ab, rannte zurück (!) und zeigte einen massiven Backside 5 und einen unglaublichen Backside 7 an den Kickern. Dafür bekam sie den größten Jubel und vor allem Respekt von Zuschauen, Ridern sowie Judges, denn anstatt aufzugeben, zeigte sie die fettesten Tricks des Tages! Der dritte Platz ging an die Österreicherin Claudia Fliri mit einem Frontside 3 und einem Backside 5.

RESULTS:  
 
Slopestyle Finals Men
01. Peetu Piiroinen (FIN)
02. Antti Autti (FIN)
03. Janne Korpi (FIN)
04. Torstein Horgmo (NOR)
05. Mikkel Bang (NOR)
06. Sami Saarenpää (FIN)
07. Ville Uotila (FIN)
08. Mathieu Crepel (FRA)
09. Risto Mattila (FIN)
10. Jaakko Ruha (FIN)
11. Henning Marthinsen (NOR)
12. Iikka Bckström (FIN)
13. Jukka Eratuli (FIN)
14. Hampus Mosesson (SWE)
15. Ulrik Badertscher (NOR)
16. Chris Sörman (SWE)
17. Marc Andre Tarte (CAN)
18. David Benedek (GER)
19. Reinhard Rieser (AUT)
20. Nick Sauve (CAN)
21. Eirik Haugo (NOR)
22. Jacob Wilhelmson (SWE)
23. Eero Ettala (FIN)
24. Matevz Pristavec (SLO)
25. Marko Grilc (SLO)
26. Gustav Een (SWE)
27. Heikki Sorsa (FIN)
28. Quentin Robbins (NZE)
29. Erik Botner (NOR)
30. Joni Malmi (FIN)

Slopestyle Finals Women
01. Natasza Zurek (CAN)
02. Cheryl Maas (NED)
03. Claudia Fliri (AUT)
04. Vicci Miller (GBR)
05. Ursina Haller (SUI)
06. Jenny Jones (GBR)
07. Tina Ramholt (SUI)
08. Sandy Gecek (AUT)
09. Meri Peltonen (FIN)
10. Ingrid Alm (NOR)
11. Stephanie Hamann (GER)
12. Beatrice Kägi (SUI)
13. Anna Barbla Carl (SUI)
14. Nadine Martina Boos (SUI)
15. Silvia Schlereth (GER)
 
Tag 7 / Freitag, 20.01.2006
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Nachdem die eine Hälfte der insgesamt 125.000 US-Dollar Preisgeld gestern an die Finalisten der Slopestyle Finals ausgezahlt wurde, ging es heute mit dem Halbfinale der Herren in der Halfpipe weiter. Von Anfang an lag eine spürbare Spannung in der Luft, denn erstmals kamen die 24 gesetzten Weltklasse Rider zum Einsatz, von denen einige ihren heutigen Start als Generalprobe für die Olympischen Spiele in Turin gesehen haben. Bei den Runs schnitten die für Olympia nominierten Fahrer mit erstklassigen Tricks, den es weder an Höhe noch an Style mangelte, sehr gut ab.

Den ersten Platz der Semifinals sicherte sich der Schweizer Markus Keller vor den beiden finnischen Fahrern Antti Autti (2.) und Risto Mattila (3.). Der deutsche Rider Vinzenz Lüps kam auf einen guten vierten Platz, gefolgt von dem Schweizer Olympiasieger von 1998, Gian Simmen. Die zwei weiteren Olympiateilnehmer Mathieu Crepel (9.) aus Frankreich und Giacomo Kratter (11.) aus Italien konnten die Judges mit technisch anspruchsvollen Runs überzeugen und sicherten sich ebenfalls den Einzug in das morgige Halfpipe Finale.

Morgen heißt es dann nochmal für alle Rider Vollgas geben, die Karten werden neu gemischt und für jeden Finalisten ist nochmal alles drin.

RESULTS:
 
Halfpipe Semi Finals Men
01. Markus Keller (SUI) - 559 points
02. Antti Autti (FIN) - 544 points
03. Risto Mattila (FIN) - 541 points
04. Vinzenz Lüps (GER) - 517 points
05. Gian Simmen (SUI) - 503 points
06. Markku Koski (FIN) - 485 points
06. Yuya Nakayama (JAP) - 485 points
08. Korath Wright (CAN) - 474 points
09. Mathieu Crepel (FRA) - 449 points
10. Janne Korpi (FIN) - 436 points
11. Giacomo Kratter (ITA) - 421 points
12. Torstein Horgmo (NOR) - 420 points
13. Peetu Piiroinen (FIN) - 412 points
14. Daniel Friberg (SUI) - 394 points
15. Iker Fernandez (SPA) - 379 points
16. Nicolas Müller (SUI) - 362 points
 
Tag 8 / Samstag, 21.01.2006
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Mit den Burton European Open verhält es sich wie mit einem guten Essen, man genießt es von Anfang an, aber am meisten freut man sich auf den Nachtisch...
Bevor sich Europas größtes Snowboard-Event nach einer grandiosen Woche Freestyle-Snowboarding auf höchstem Niveau aus „Laax Vegas“ verabschiedet, bekommt man das Ende noch mit den Halfpipe Finals, dem Höhepunkt der BEO, versüßt. Leider war das Wetter heute nicht so schön wie an den Vortagen, immer wieder wechselten sich Wolken und Sonnenschein ab, was der Motivation der Fahrer jedoch keinen Abbruch tat.
Jeder Rider hatte drei Runs, wobei nur der Beste ausschlaggebend für das Endklassement war. Die 16 dominierenden Rider des bisherigen Contests zeigten in den Halfpipe Finals einmal mehr, was sie wirklich drauf haben. Das Niveau bei dem mit 62.500 US-Dollar dotierten Event war enorm hoch, jeder Fahrer zeigte heute beeindruckende Leistungen mit unglaublichen Tricks und Rotationen sowie sehr stylishen und cleanen Airs. Die Finalisten beeindruckten heute nicht nur die 5 Judges, sondern auch endlich mal eine Große Anzahl an Zuschauern. Einige der heutigen Fahrer waren sogar ein wenig zu sehr von sich überzeugt und wagten sich an Tricks, die man so hoch nicht für möglich gehalten hätte (Yuya Nakayama).

Der 24-jährige Finne Risto Mattila zeigte mit zwei aufeinanderfolgenden 1080°'s eine äußerst schwierige Combo und sicherte sich so neben dem ersten Platz auf dem Podium auch sein Olympiaticket.
Auf den 2. Platz kam Mathieu Crepel aus Frankreich, der diesen Winter nach seinem 2. Platz beim Air&Style und dem Sieg bei der SB Jam schon wieder auf dem Podest stand. Ebenfalls in Top Form ist der Deutsche Vinzenz Lüps, der Dritter wurde. X-Games Sieger Antti Autti aus Finnland belegte den vierten Platz. Als bester Schweizer landete der Semifinalsieger Markus Keller auf dem 5 .Platz, Giacomo Kratter aus Italien wurde mit viel Style 7., der Schweizer Altmeister Gian Simmen kam auf einen guten 11. Rang.

Bei den 8 weiblichen Finalisten siegte die Französin Doriane Vidal mit einer Premiere: zum ersten Mal gelang ihr ein perfekt gedrehter und gestandener 900°. Die Schweizerin Manuela Pesko holte sich den 2. Platz vor Cheryl Maas aus Holland.

Die Generalprobe für Olympia ist somit also gelungen, denn alle Podiumsplätze des Halfpipe-Finales gehen an Fahrer, die an den Olympischen Winterspielen in Turin teilnehmen und zu den europäischen Favouriten zählen.

Die diesjährigen Burton European Open waren in allem ein voller Erfolg: das Wetter war mit viel Schnee und noch mehr Sonnenschein einfach perfekt, die Stimmung war super und von den Verantwortlichen war die gesamte Veranstaltung wieder einmal bestens, bis ins detail organisiert. DANKE für diese einmalige Woche in „Laax Vegas“!

RESULTS:

Halfpipe Finals Men:
01. Risto Mattlia (FIN) – 531 points
02. Mathieu Crepel (FRA) – 520 points
03. Vinzenz Lüps (GER) – 502 points
04. Antti Autti (FIN) – 492 points
05. Markus Keller (SUI) – 481 points
06. Markku Koski (FIN) – 461 points
07. Giacomo Kratter (ITA) 438 points
08. Daniel Friberg (SUI) – 387 points
09. Iker Fernandez (SPA) – 363 points
10. Janne Korpi (FIN) – 357 points
11. Gian Simmen (SUI) – 355 points
12. Peetu Piiroinen (FIN) – 352 points
13. Korath Wright (CAN) – 347 points
14. Torstein Horgmo (NOR) – 240 points
15. Eirik Haugo (NOR) – 238 points
16. Yuya Nakayama (JAP) – 204 points

Halfpipe Finals Women:
01. Dorianne Vidal (FRA) – 541 points
02. Manuela Pesko (SUI) – 502 points
03. Cheryl Maas (NED) – 443 points
04. Paulina Ligocka (POL) – 420 points
05. Andrea Schuler (SUI) – 314 points
06. Conny Bleicher (GER) – 301 points
07. Lesley McKeena (GBR) – 248 points
08. Meri Peltonen (FIN) – 244 points

 
Related Links:
Interview mit Eirik Haugo während der BEO 2006
Burton European Open - offizielle Website
Review von den Burton European Open 2005
Burton.com
Laax.com